Tesla: IG Metall gewinnt Mitglieder - aber kein Kontakt zum Management
Die Gewerkschaft IG Metall hat jetzt eine erste umfassendere Einschätzung zur Ansiedlung des Automobilkonzerns Tesla in Brandenburg abgegeben. Diese fällt durchwachsen aus - vor allem beim Umgang mit Mitarbeitern gibt es viel Schatten.
Die für Berlin, Brandenburg und Sachsen zuständige Bezirksgliederung der Gewerkschaft weiß durchaus auch Positives zu berichten. Gewerkschaftschefin Irene Schulz erklärte laut eines RBB-Berichts, dass es "eine respektable Leistung" gewesen sei, dass Tesla die Produktion in einem so kurzen Zeitrahmen aufgebaut und gestartet habe. Man sehe bereits, dass dadurch weitere Betriebe im Zulieferer-Bereich in die Region geholt werden.
Allerdings gibt es seitens der Gewerkschaft Kritik daran, dass das hohe Tempo letztlich von den Beschäftigten abgefangen werden muss. Zwar verfügt das Werk bereits über rund 8500 Mitarbeiter, doch mangele es an vielen Stellen immer noch an Personal. Die Folge sind eine hohe Arbeitsbelastung im Schichtsystem, Wochenendarbeit und oft zu wenig Freizeit. Teils seien die Fertigungshallen auch noch nicht komplett ausgestattet, sodass es im Sommer schnell zu warm und im Winter zu kalt werde. Die anfangs recht positive Stimmung drohe daher zunehmend zu kippen.
Neu sei für die IG Metall das Maß an Geheimhaltung, zu der die Mitarbeiter verpflichtet würden. Das macht dem Vernehmen nach auch die Kommunikation in der Firmen-Hierarchie schwierig. Denn es komme immer wieder vor, dass man lediglich auf die Verschwiegenheitsklausel im Arbeitsvertrag hingewiesen wird, wenn man Probleme intern anspricht. Eine Dialogbereitschaft des Unternehmens mit der Gewerkschaft gibt es bisher überhaupt nicht. "Das bedauern wir sehr, weil wir in Deutschland eine ganz andere Tradition haben", so Schulz.
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Allerdings gibt es seitens der Gewerkschaft Kritik daran, dass das hohe Tempo letztlich von den Beschäftigten abgefangen werden muss. Zwar verfügt das Werk bereits über rund 8500 Mitarbeiter, doch mangele es an vielen Stellen immer noch an Personal. Die Folge sind eine hohe Arbeitsbelastung im Schichtsystem, Wochenendarbeit und oft zu wenig Freizeit. Teils seien die Fertigungshallen auch noch nicht komplett ausgestattet, sodass es im Sommer schnell zu warm und im Winter zu kalt werde. Die anfangs recht positive Stimmung drohe daher zunehmend zu kippen.
Wir werden mehr
Die IG Metall wollte keine genaueren Angaben dazu machen, wie hoch der gewerkschaftliche Organisationsgrad in dem Werk ist. Es hieß lediglich, man pflege gute Kontakte zu den Beschäftigten in allen Bereichen. Dabei würden auch Beratungen durchgeführt. Hinsichtlich der Mitgliederzahlen erklärte Schulz lediglich: "wir werden mehr bei Tesla".Neu sei für die IG Metall das Maß an Geheimhaltung, zu der die Mitarbeiter verpflichtet würden. Das macht dem Vernehmen nach auch die Kommunikation in der Firmen-Hierarchie schwierig. Denn es komme immer wieder vor, dass man lediglich auf die Verschwiegenheitsklausel im Arbeitsvertrag hingewiesen wird, wenn man Probleme intern anspricht. Eine Dialogbereitschaft des Unternehmens mit der Gewerkschaft gibt es bisher überhaupt nicht. "Das bedauern wir sehr, weil wir in Deutschland eine ganz andere Tradition haben", so Schulz.
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