Verblüffender Fund: Forscher sehen erstmals, wie Metall sich selbst heilt
Wissenschaftler wollen Metall dabei beobachtet haben, wie es sich ohne menschliches Zutun selbst heilt. Die Entdeckung sei "absolut verblüffend". Sie könnte gängige wissenschaftliche Theorien auf den Kopf stellen und eine technische Revolution auslösen.
Dabei hatten die Experimente, die zu dem erstaunlichen Ergebnis führten, unter ganz anderen Vorzeichen gestartet. Eigentlich sollte mit einer speziellen elektronenmikroskopische Technik untersucht werden, wie sich Risse in einem nanoskaligen Stück Platin bildeten und ausbreiteten. Bei dem Versuchsaufbau wurde am Ende des Metallstücks 200 Mal pro Sekunde gezogen, so die Beschreibung der Sandia National Laboratories.
40 Minuten nach Start des Experiments konnte das Team dann den ungewöhnlichen Effekt beobachten. "Als ob er seine Schritte zurückverfolgen würde", begann ein Ende des Risses, sich wieder zusammenzufügen, um am Ende keine Spur der früheren Verletzung des Materials zurückzulassen. Khalid Hattar, verantwortlich für den Aufbau des Experiments, begeistert: "Uns bot sich ein noch nie dagewesenen Einblick." "Wir haben sicherlich nicht damit gerechnet", ergänzt Boyce.
Bisherige Theorien gehen davon aus, dass ohne äußere Einwirkung Risse in Metallen nur größer, aber nicht kleiner werden. "Selbst einige der grundlegenden Gleichungen, die wir zur Beschreibung des Risswachstums verwenden, schließen die Möglichkeit solcher Heilungsprozesse aus", so Boyce. Im nächsten Schritt gilt es laut dem Team jetzt mit umfangreicher weiterer Forschung zu ergründen, inwieweit diese Ergebnisse "verallgemeinerbar sind". Eine Sensation im Bereich der Materialwissenschaften ist den Forschern schon jetzt gelungen.
Siehe auch:
Wissenschaftler beobachten, wie Metall sich selbst heilt
Was ein Forscherteam der Sandia National Laboratories und der Texas A&M University jetzt in Nature beschreiben, könnte den Beginn eines ganz neuen Umganges mit dem Werkstoff Metall markieren. "Wir haben bestätigt, dass Metalle eine eigene, natürliche Fähigkeit zur Selbstheilung besitzen, zumindest bei Ermüdungsschäden auf der Nanoskala", so Werkstoffwissenschaftler Brad Boyce laut Phys. Sein Team konnte dieses Phänomen erstmals direkt beobachten: "Es war absolut überwältigend, dies aus erster Hand zu sehen", so Boyce.Dabei hatten die Experimente, die zu dem erstaunlichen Ergebnis führten, unter ganz anderen Vorzeichen gestartet. Eigentlich sollte mit einer speziellen elektronenmikroskopische Technik untersucht werden, wie sich Risse in einem nanoskaligen Stück Platin bildeten und ausbreiteten. Bei dem Versuchsaufbau wurde am Ende des Metallstücks 200 Mal pro Sekunde gezogen, so die Beschreibung der Sandia National Laboratories.
40 Minuten nach Start des Experiments konnte das Team dann den ungewöhnlichen Effekt beobachten. "Als ob er seine Schritte zurückverfolgen würde", begann ein Ende des Risses, sich wieder zusammenzufügen, um am Ende keine Spur der früheren Verletzung des Materials zurückzulassen. Khalid Hattar, verantwortlich für den Aufbau des Experiments, begeistert: "Uns bot sich ein noch nie dagewesenen Einblick." "Wir haben sicherlich nicht damit gerechnet", ergänzt Boyce.
Bisherige Theorien gehen davon aus, dass ohne äußere Einwirkung Risse in Metallen nur größer, aber nicht kleiner werden. "Selbst einige der grundlegenden Gleichungen, die wir zur Beschreibung des Risswachstums verwenden, schließen die Möglichkeit solcher Heilungsprozesse aus", so Boyce. Im nächsten Schritt gilt es laut dem Team jetzt mit umfangreicher weiterer Forschung zu ergründen, inwieweit diese Ergebnisse "verallgemeinerbar sind". Eine Sensation im Bereich der Materialwissenschaften ist den Forschern schon jetzt gelungen.
Zusammenfassung
- Sensation im Bereich der Materialwissenschaften.
- Wissenschaftler entdecken, dass Metall ohne menschliches Zutun selbst heilen kann.
- Beobachtungen könnten gängige Theorien auf den Kopf stellen.
- Experimente untersuchten Risse in nanoskaligem Platin.
- Unerwartet begann ein Ende des Risses sich zusammenzufügen.
- Gängige Theorien schließen solche Heilungsprozesse eigentlich aus.
- Weitere Forschung soll verallgemeinerbare Ergebnisse liefern.
Siehe auch:
- Ohne seltenes Indium: Canon entwickelt OLEDs mit Alltags-Metall
- Millionen-Auftrag: Rheinmetall liefert Teile für Elektroautos von Xiaomi
- Asteroiden-Bergbau schwerer als gedacht - Metall-Brocken sind selten
- Tesla: IG Metall gewinnt Mitglieder - aber kein Kontakt zum Management
- WASP-189b: Exoplanet mit Atmosphäre aus verdampften Metallen
Thema: