Arma 3: Entwickler kämpfen gegen Nutzung von Bildern für Propaganda

Arma 3 ist vor mittlerweile neun Jahren erschienen. Das ändert aber nichts daran, dass der Realismus des Spiels bis heute viele Gamer anzieht. Und die echt aussehenden Bilder sind auch aus einem anderen Grund beliebt: Sie kommen für Fake News zum Einsatz.
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Der Shooter des tschechischen Entwicklers Bohemia Interactive versteht sich seit jeher als Militärsimulation und das bedeutet, dass man sich möglichst großen Realismus auf die Fahnen geschrieben hat. Das hat eine treue Anhängerschaft gefunden, denn mit der Dauer-Action von Call of Duty und Co. hat die Arma-Reihe nichts zu tun.

Doch das Spiel wird deshalb auch besonders gerne zur "Produktion" von Kriegspropaganda missbraucht. Denn mithilfe von Modifikationen kann man die Ingame-Grafik so beeinflussen, dass die Bilder von echten Aufnahmen aus Kriegsgebieten kaum zu unterscheiden sind.

Arma 3: So wird Ingame-Filmmaterial als Fake News missbraucht

Missbrauch von Arma 3-Material

Nun wendet sich Bohemia Interactive an die Öffentlichkeit und bittet diese, genau hinzusehen bzw. warnt, dass Arma 3 eben auf diese Weise missbraucht werden kann (via Gizmodo): "Diese von Nutzern erstellten Videos haben das Potenzial, sich viral zu verbreiten und werden von Nutzern sozialer Medien in großem Umfang geteilt, manchmal sogar von verschiedenen Mainstream-Medien oder offiziellen Regierungseinrichtungen weltweit."

Konkret geht es hier natürlich um den Krieg in der Ukraine und laut Bohemia Interactive kämpft man auch aktiv gegen Mods, die für derartige Zwecke hergestellt und verteilt werden. "Es ist zwar schmeichelhaft, dass Arma 3 moderne Konflikte auf so realistische Weise simuliert, aber wir sind sicher nicht erfreut, dass es mit realen Kampfaufnahmen verwechselt und als Kriegspropaganda verwendet werden kann", sagt Pavel Krizka von Bohemia Interactive.

Der Entwickler führt in seinem Beitrag auch mehrere Punkte auf, die ein Hinweis auf einen Fake sein können:

  • Sehr niedrige Auflösung
  • Wackelige Kamera
  • Findet oft im Dunkeln oder bei Nacht statt
  • Meistens ohne Ton
  • Zeigt keine Menschen in Bewegung
  • Heads Up Display (HUD)-Elemente sind sichtbar
  • Unnatürliche Partikeleffekte
  • Unrealistische Fahrzeuge, Uniformen, Ausrüstung

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