Vom Star zur Ramschware: Berliner Startup Gorillas steht vor Verkauf

Der Berliner Essenslieferdienst Gorillas, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, Waren besonders schnell zu bringen, galt anfangs als einer der ganz großen Stars der Szene. Doch mittlerweile gilt Gorillas als Übernahmekandidat, der wohl deutlich günstiger zu haben sein wird, als erhofft.

Schnelle Lieferung, aber auch Ausbeutung

Gorillas, das seinen Sitz und auch Beginn in Berlin hat bzw. hatte, galt anfangs als besonders hip. Kein Wunder: Von der Bestellung bis zur Lieferung sollen maximal zehn Minuten vergehen, das klang nicht nur überaus praktisch, sondern war auch logistisch faszinierend. Doch schnell stellte sich heraus, dass das Ganze vor allem eines ist: nicht nachhaltig und zudem ausbeuterisch.

Denn schnell stellte sich heraus, dass ein so aggressives Angebot wie jenes Gorillas wirtschaftlich kaum tragbar ist und zudem auf der Ausbeutung der Rider, also der Lieferfahrer auf Fahrrädern, beruht. Letztere sorgten auch immer wieder mit Protesten und Arbeitsniederlegungen für Aufsehen, sie wollten gegen schlechte Arbeitsbedingungen und schlechte Bezahlung protestieren.


Gorillas-Gründer Kagan Sümer reagierte mit einer "Zuckerbrot und Peitsche"-Strategie, denn die Protestierenden wurden einerseits besänftigt, andererseits gefeuert. Mittlerweile ist aber auch klar, dass Gorillas wirtschaftlich schwere Schlagseite hat.

Übernimmt Getir Gorillas?

Konkret bedeutet das, dass Gorillas ein Übernahmekandidat ist und ein entsprechender Deal ist offenbar bereits in Vorbereitung: Wie Gründerszene berichtet, soll Gorillas vom türkischen Konkurrenten Getir aufgekauft werden. Dabei sollen Cash und auch Anteile fließen. Allerdings scheint sich das Geschäft vor allem für einen der Beteiligten zu lohnen, nämlich den kolportierten Käufer.

Denn laut dem Bericht wird Gorillas deutlich günstiger bewertet als noch vor Kurzem. Das Angebot von Getir soll bei 590 Millionen Euro liegen, der Wert von Gorillas wird indes mit 840 Millionen Euro beziffert (im Vorjahr lag der Wert noch bei 2,6 Milliarden Euro). Sollten sich die beiden Unternehmen einigen, dann wäre das zum aktuellen Zeitpunkt ein Deal, bei dem 100 Millionen Euro in Cash fließen, der Rest in Getir-Anteilen.

Siehe auch:

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