Microsofts Programmier-KI soll Code klauen - jetzt kommt es zur Klage
Nun kam es, wie es kommen musste: Microsoft hat die erste Sammelklage am Hals, weil die Künstliche Intelligenz hinter dem GitHub Copilot-Tool sich frei bei anderen Software-Projekten bedient hat und in größerem Umfang Urheberrechte verletzen soll.
Beim GitHub Copilot handelt es sich im Grunde um eine erweiterte Version der Auto-Vervollständigung, die man aus verschiedenen Programmier-Umgebungen seit langer Zeit kennt. Durch KI-Unterstützung kann hier deutlich mehr Routine-Code eingefügt werden, der sich direkt ins gesamte Code-Konzept einpasst. Die KI wurde dafür am Code zahlreicher Open-Source-Projekte trainiert.
Schnell kam allerdings die Kritik auf, dass das Tool an diesen Beispielen nicht nur Programmieren lernte, sondern sich auch ziemlich freizügig bedient. Die Folge: In immer mehr Software-Projekten, die mit GitHub-Support erarbeitet wurden, finden sich Code-Fragmente wieder, die im Grunde einfach aus anderen Projekten kopiert oder zumindest sehr offensichtlich von den Ideen der dortigen Programmierer inspiriert sind. Das hatte Microsoft schon vor einiger Zeit Kritiken eingebracht.
Die Klage wurde von Matthew Butterick eingereicht, einem Programmierer, Autor und Anwalt. Vertreten wird er von der Anwaltskanzlei Joseph Saveri aus Kalifornien. Gemeinsam werfen sie Microsoft vor, das Unternehmen betreibe Open-Source-Softwarepiraterie, indem es unerlaubt Milliarden von Codezeilen verwendet, die von Millionen von Programmierern unter verschiedenen Lizenzen wie MIT, GPL und Apache veröffentlicht wurden.
Butterick geht es allerdings nicht nur um die konkreten Fälle von Urheberrechtsverletzungen, die durch den Einsatz des Autopiloten entstehen. Er sieht die Klage auch als einen ersten Ansatz, generell für eine größere Verantwortung der KI-Entwickler zu streiten. "KI muss für alle fair und ethisch sein. Wenn das nicht der Fall ist, kann sie niemals ihre angepriesenen Ziele erreichen. Sie wird nur eine weitere Möglichkeit für die wenigen Privilegierten sein, von der Arbeit der vielen zu profitieren", sagte er.
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Schnell kam allerdings die Kritik auf, dass das Tool an diesen Beispielen nicht nur Programmieren lernte, sondern sich auch ziemlich freizügig bedient. Die Folge: In immer mehr Software-Projekten, die mit GitHub-Support erarbeitet wurden, finden sich Code-Fragmente wieder, die im Grunde einfach aus anderen Projekten kopiert oder zumindest sehr offensichtlich von den Ideen der dortigen Programmierer inspiriert sind. Das hatte Microsoft schon vor einiger Zeit Kritiken eingebracht.
Mehr Ethik bei KIs
Und nun kam es fast schon zwangsläufig dazu, dass eine Sammelklage gegen den Redmonder Konzern angestrengt wird. Denn auch wenn der jeweils fragliche Code zu quelloffenen und manchmal sogar freien Software-Projekten gehört, unterliegt er doch dem Urheberrecht und klar definierten Lizenzen und darf nur unter vorgegebenen Voraussetzungen in anderen Programmen genutzt werden.Die Klage wurde von Matthew Butterick eingereicht, einem Programmierer, Autor und Anwalt. Vertreten wird er von der Anwaltskanzlei Joseph Saveri aus Kalifornien. Gemeinsam werfen sie Microsoft vor, das Unternehmen betreibe Open-Source-Softwarepiraterie, indem es unerlaubt Milliarden von Codezeilen verwendet, die von Millionen von Programmierern unter verschiedenen Lizenzen wie MIT, GPL und Apache veröffentlicht wurden.
Butterick geht es allerdings nicht nur um die konkreten Fälle von Urheberrechtsverletzungen, die durch den Einsatz des Autopiloten entstehen. Er sieht die Klage auch als einen ersten Ansatz, generell für eine größere Verantwortung der KI-Entwickler zu streiten. "KI muss für alle fair und ethisch sein. Wenn das nicht der Fall ist, kann sie niemals ihre angepriesenen Ziele erreichen. Sie wird nur eine weitere Möglichkeit für die wenigen Privilegierten sein, von der Arbeit der vielen zu profitieren", sagte er.
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