GitHub Copilot: Microsofts KI-Helfer wird für Entwickler zur Falle
Microsoft wollte mit der Einführung von GitHub Copilot den Entwicklern auf seiner Programmierer-Plattform eigentlich das Leben leichter machen. Doch nun geht eher die Angst um, nach einer Nutzung des Tools mit Urheberrechtsklagen konfrontiert zu werden.
Die Idee klingt gut: Microsoft erweiterte die Code-vervollständigen-Funktion um eine KI-Komponente. Diese konnte deutlich weitergehende Vorschläge zur Ergänzung des Codes machen und so mehr lästige Alltagsaufgaben übernehmen. Trainiert wird die KI dabei mit einer großen Menge frei zugänglicher Quellcodes, die sowohl auf GitHub selbst, als auch an anderen Stellen im Netz zu finden sind.
Was dabei aber wohl nicht hinreichend bedacht wurde: Auch quelloffene Software unterliegt einem Urheberschutz. Nachdem nun Fälle aufgetreten sind, in denen die KI den Code von Entwicklern um Passagen ergänzte, die sie sich einfach bei anderen Programmierern abgeschaut hat, sind nun bereits erste Anwälte auf solche Fälle angesetzt, wie aus einem Bericht des britischen Magazins The Register hervorgeht.
Eine Klage prüft beispielsweise Matthew Butterick, der selbst sowohl Entwickler als auch Anwalt ist. Dem Vernehmen nach prüft dieser aktuell zwei Angriffslinien: Hat GitHub Copilot unzulässigerweise auf Open-Source-Code trainiert, der dafür nicht freigegeben war? Und bringt das Tool unzulässigerweise urheberrechtlich geschützte Arbeiten anderer Personen - die aus den Trainingsdaten gezogen wurden - in den neuen Code ein?
Inzwischen zeigt sich, dass die Befürchtungen wohl berechtigt waren. So meldete sich Tim Davis, Professor für Informatik und Ingenieurwesen an der Texas A&M University, zu Wort. Er hatte festgestellt, dass Copilot seinen urheberrechtlich geschützten Code für die Transposition einer Sparse-Matrix reproduzierte. Er entschied sich allerdings erst einmal, selbst den Kontakt zu Microsoft zu suchen.
Microsoft und GitHub äußerten sich aktuell auf Nachfrage nicht zu den Entwicklungen. Allerdings ist man sich in Redmond der Probleme durchaus bewusst. Die GitHub-Dokumentation warnt schließlich davor, dass die Code-Ausgabe "unerwünschte Muster" enthalten kann, und legt die Verantwortung für die Verletzung geistigen Eigentums auf den Benutzer von Copilot.
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Was dabei aber wohl nicht hinreichend bedacht wurde: Auch quelloffene Software unterliegt einem Urheberschutz. Nachdem nun Fälle aufgetreten sind, in denen die KI den Code von Entwicklern um Passagen ergänzte, die sie sich einfach bei anderen Programmierern abgeschaut hat, sind nun bereits erste Anwälte auf solche Fälle angesetzt, wie aus einem Bericht des britischen Magazins The Register hervorgeht.
Eine Klage prüft beispielsweise Matthew Butterick, der selbst sowohl Entwickler als auch Anwalt ist. Dem Vernehmen nach prüft dieser aktuell zwei Angriffslinien: Hat GitHub Copilot unzulässigerweise auf Open-Source-Code trainiert, der dafür nicht freigegeben war? Und bringt das Tool unzulässigerweise urheberrechtlich geschützte Arbeiten anderer Personen - die aus den Trainingsdaten gezogen wurden - in den neuen Code ein?
Konkrete Fälle sind da
Butterick hat Copilot bereits zum Start des Features kritisiert. Im Juni veröffentlichte er einen Beitrag, in dem er argumentierte, dass "in jedem von Copilot generierten Code Lizenz- oder Urheberrechts-Verletzungen lauern können". Er empfahl da bereits, die Funktion besser nicht zu nutzen. Und auch die Organisation Software Freedom Conservancy (SFC) kündigte damals schon an, die Nutzung GitHubs einzustellen, um sich nicht angreifbar zu machen.Inzwischen zeigt sich, dass die Befürchtungen wohl berechtigt waren. So meldete sich Tim Davis, Professor für Informatik und Ingenieurwesen an der Texas A&M University, zu Wort. Er hatte festgestellt, dass Copilot seinen urheberrechtlich geschützten Code für die Transposition einer Sparse-Matrix reproduzierte. Er entschied sich allerdings erst einmal, selbst den Kontakt zu Microsoft zu suchen.
Microsoft und GitHub äußerten sich aktuell auf Nachfrage nicht zu den Entwicklungen. Allerdings ist man sich in Redmond der Probleme durchaus bewusst. Die GitHub-Dokumentation warnt schließlich davor, dass die Code-Ausgabe "unerwünschte Muster" enthalten kann, und legt die Verantwortung für die Verletzung geistigen Eigentums auf den Benutzer von Copilot.
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