So läuft Netflix: Redditor kauft Cache-Server mit 262 Terabyte Speicher

Die vielleicht wichtigsten Merkmale eines Streaming-Dienstes sind einerseits ein gutes Content-Angebot, andererseits aber auch, dass alles flüssig und ohne Probleme ins Heimkino oder Mobilgerät geliefert wird. Einen seltenen Einblick auf das Wie liefert nun ein Reddit-Nutzer.
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Netflix ist bei vielen Millionen Menschen jeden Tag und Abend im Einsatz und jeder Kunde erwartet, dass die Filme und Serien sofort und ohne Probleme abgespielt werden. Die Technik "hinter" dem Bildschirm ist also von entscheidender Bedeutung. Einen interessanten Blick darauf gibt uns nun ein Reddit-Nutzer namens PoisonWaffe3 (via Ars Technica).


Denn der schreibt, dass er einen ausrangierten Netflix-Cache-Server erwerben konnte. Der Redditor schreibt, dass er für einen großen Internet Service Provider (ISP) arbeitet und "wir ersetzen derzeit einige Netflix-OCA-Caches der 2013er-Ära, und mir wurde einer angeboten. Natürlich konnte ich nicht nein sagen."


Damit Netflix ohne Probleme läuft

Mit OCA ist "Open Connect Appliance" gemeint. Bei Open Connect handelt es sich um ein Netzwerk an Servern, die bei lokalen ISPs stehen und Kopien der Netflix-Video-Inhalte beinhalten. Damit bringt der Streaming-Dienst seinen Content im wahrsten Sinne näher an die jeweiligen Abonnenten.

"Ich wusste, dass Netflix sie im Zuge der Stilllegung gelöscht hatte, dass sie mit FreeBSD liefen, dass sie mit Laufwerken vollgestopft waren, und das war's", schreibt der Redditor. PoisonWaffe3 griff auch zum Schraubendreher und entdeckte dort ein "ziemlich standardmäßiges" SuperMicro-Motherboard, eine Intel Xeon-CPU (E5 2650L v2), 64 GB DDR3-RAM, 36 Western Digital-Festplatten mit 7,2 TB (7.200 U/min), sechs Micron-SSDs mit 500 GB, zwei 750-Watt-Netzteile und eine Quad-Port-10-Gigabit-Ethernet-NIC-Karte. Insgesamt kam der Cache-Server damit auf einen Speicher von 262 Terabyte - das ist selbst für das Jahr 2022 eine ganze Menge.

Ursprünglich wollte der Beitragsersteller wissen, was er mit dem Ding machen soll. Diese Entscheidung ist wohl noch nicht final gefallen, er hat sich aber bereits für das Betriebssystem entschieden: TrueNAS, ein Open-Source-Betriebssystem, das speziell für Netzwerk-Dateispeicheranwendungen entwickelt wurde.

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