Säulen der Schöpfung: James Webb fängt legendären Nebel ganz neu ein
Die Säulen der Schöpfung: Die Formation zählt wohl zu den schönsten Anblicken im Kosmos. Hubbles Aufnahme der dichten Wolken aus Wasserstoffgas und Staub ist eines der bekanntesten Bilder der Wissenschaft. Jetzt liefert das Webb-Teleskop atemberaubende Neuaufnahmen.
Nah-Infrarot-Blick auf die Säulen der Schöpfung
Prof. Mark McCaughrean, der leitende Berater für Wissenschaft bei der europäischen Weltraumorganisation, findet gegenüber der BBC die passenden Worte, um zu beschreiben, wie gespannt die Wissenschaft auf die neuen Aufnahmen gewartet hatte: "Ich studiere den Adlernebel seit Mitte der 1990er-Jahre und versuche, in das Innere der Lichtjahre langen Säulen zu sehen, die Hubble gezeigt hat, und suche nach jungen Sternen in ihnen. Ich habe immer gewusst, dass die Bilder, die James Webb von ihm macht, atemberaubend sein würden. Und das sind sie auch."
Hubble links, James Webb rechts
Weitere Details im Bild: Das deutlich erkennbare rote Leuchten unten links und oben rechts wird durch besonders energiereiche Wasserstoffmoleküle verursacht, die durch Jets und Schockwellen angeregt werden. Der Eindruck, dass James Webb mit seinem Blick die Wolken "durchdringt" und den weiteren Kosmos hinter den Säulen offenlegt, trügt aber. Im Hintergrund der Säulen der Schöpfung liegt einer der dichtesten Teile der Scheibe unserer Milchstraße, der Blick ins tiefere Universum ist hier also versperrt. Auf dieser Aufnahme sind tatsächlich also nur Sterne zu sehen, keine Galaxien. Infografik Hubble-Nachfolger: Das James-Webb-Weltraumteleskop im Detail
Siehe auch:
Endlich liefert James Webb den Money Shot
Der Adlernebel ist rund 7000 Lichtjahre von der Erde entfernt und doch dürfte ein Teil dieser Region vielen Menschen, spätestens seit Mitte der 90er-Jahre, sehr vertraut vorkommen. Am 1. April 1995 hatte das Hubble-Teleskop seinen Blick auf eine besonders spektakuläre Formation gerichtet: Drei Säulen aus molekularem Wasserstoff und Staub, die sich bis zu vier Lichtjahre in den Weltraum erstrecken - eine perfekte Brutstätte für neue Sterne. Aus 32 Einzelaufnahmen entstand dann eines der wohl schönsten Anblicke des Kosmos: "Die Säulen der Schöpfung." Jetzt liefert das James-Webb-Teleskop eine spektakuläre, neue Perspektive.
Nah-Infrarot-Blick auf die Säulen der Schöpfung
Prof. Mark McCaughrean, der leitende Berater für Wissenschaft bei der europäischen Weltraumorganisation, findet gegenüber der BBC die passenden Worte, um zu beschreiben, wie gespannt die Wissenschaft auf die neuen Aufnahmen gewartet hatte: "Ich studiere den Adlernebel seit Mitte der 1990er-Jahre und versuche, in das Innere der Lichtjahre langen Säulen zu sehen, die Hubble gezeigt hat, und suche nach jungen Sternen in ihnen. Ich habe immer gewusst, dass die Bilder, die James Webb von ihm macht, atemberaubend sein würden. Und das sind sie auch."
Hubble links, James Webb rechts
Da brodelt es
Während Hubble vor allem im sichtbaren Spektrum arbeitet, fängt James Webb den Kosmos im Infrarotbereich ein. Und so liefern die neuen Bilder, die mit der Nahinfrarotkamera (NIRCam) eingefangen wurden, einen ganz neuen Eindruck der legendären Region. Wie die NASA beschreibt, ist die Aufnahme von unzähligen neu entstandenen Sternen geprägt, die schätzungsweise nur ein paar hunderttausend Jahre alt sind. Auch die wellenförmigen Linien an den Rändern der Säulen zeugen von der brodelnden kosmischen Brutkammer. Sie entstehen, wenn gewaltige Auswürfe von Sternen, die sich gerade in der Gas- und Staubwolke bilden, auf das umliegende Material des Nebels treffen.Weitere Details im Bild: Das deutlich erkennbare rote Leuchten unten links und oben rechts wird durch besonders energiereiche Wasserstoffmoleküle verursacht, die durch Jets und Schockwellen angeregt werden. Der Eindruck, dass James Webb mit seinem Blick die Wolken "durchdringt" und den weiteren Kosmos hinter den Säulen offenlegt, trügt aber. Im Hintergrund der Säulen der Schöpfung liegt einer der dichtesten Teile der Scheibe unserer Milchstraße, der Blick ins tiefere Universum ist hier also versperrt. Auf dieser Aufnahme sind tatsächlich also nur Sterne zu sehen, keine Galaxien. Infografik Hubble-Nachfolger: Das James-Webb-Weltraumteleskop im Detail
Siehe auch:
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