Solarbranche geht steil:
Schon jetzt mehr neue Anlagen als 2021

Angesichts der Energiekrise ist es sowohl aus volkswirtschaftlicher als auch aus privater Perspektive sinnvoll, Strom mit eigenen Mitteln zu erzeugen. Entsprechend gut gefüllt sind derzeit die Auftragsbücher der Solarbranche.
Energie, Stromversorgung, Strom, Solar, Installation, Solarenergie, Photovoltaik, Stromnetz, Solarpanel, Solarzelle, Solarmodul, Solaranlage, Solarzellen, Solarstrom, Sonnenenergie, Solarpark, Bauarbeiter, SolarCity, Solarfeld
Nach Angaben der Bundesnetzagentur wurden in den ersten acht Monaten dieses Jahres 21 Prozent mehr Solarstromleistung installiert als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum, teilte der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) heute mit. Vor allem bei den kleineren Systemen privater Hausbesitzer geht es massiv voran. In diesem Jahr wurden bereits mehr neue Photovoltaik-Anlagen in Betrieb genommen als im gesamten Jahr 2021. Die 2,5-millionste PV-Anlage wurde im September in Betrieb genommen.

Die Steigerung reicht aber längst noch nicht aus, um die angehobenen Energiewende-Ziele der Bundesregierung zu erreichen. Bis 2030 will man den Anteil der Photovoltaik an der gesamten Stromproduktion von aktuell 10 auf rund 30 Prozent erhöhen. "In so kurzer Zeit kann das nur gelingen, wenn jetzt sehr schnell und konsequent weitere Marktbarrieren abgebaut und Investitionsbedingungen weiter verbessert werden", mahnt BSW-Hauptgeschäftsführer Carsten Körnig.

Mehr ist nötig

Denn die aktuellen Wachstumsraten reichen dafür noch nicht, wie sich auch in den Planungsdaten widerspiegelt: Die Bundesregierung strebt für das kommende Jahr eine neu installierte Solarstromleistung in Höhe von 9 Gigawatt (GW) an, für 2024 in Höhe von 13 GW, 18 GW für 2025 und ab 2026 je 22 GW jährlich. Zum Vergleich: 2021 betrug die neu installierte PV-Leistung rund 6 GW. Für dieses Jahr rechnet der BSW mit gut 7 GW an neuer PV-Leistung.

Inzwischen hat die Bundesregierung auch schon einige Änderungen auf den Weg gebracht, mit denen die Solarbranche weiter vorangebracht werden soll. In der Solarbranche ist die Stimmung entsprechend gut. 53 Prozent der Unternehmen in dem Bereich bezeichnen die aktuelle Situation als "sehr gut". Zwei Drittel der Firmen gehen davon aus, dass sich ihre Geschäftslage binnen der kommenden sechs Monate verbessern wird - unter der alten Bundesregierung vor einem Jahr waren es nur 17 Prozent.

Siehe auch:

Jetzt einen Kommentar schreiben


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen
Tipp einsenden
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen? Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links, um WinFuture zu unterstützen: Vielen Dank!