Tesla-Ersatzwald: Aufforstung läuft gut - es gibt aber auch Probleme
Die Aufforstung von Ersatzflächen für das Gelände des neuen Tesla-Werkes in Brandenburg ist gut angelaufen. Allerdings hat das Projekt durchaus mit einigen Problemen zu kämpfen - vom Dürresommer bis zum Waldgesetz.
Als Tesla den Kiefernforst bei Grünheide rodete, um Fläche für den Werksneubau zu schaffen, verpflichtete sich das Unternehmen zur Aufforstung von Ausgleichsflächen. Dieses Projekt ist bereits vor einiger Zeit angelaufen und laut eines Berichts der Tageszeitung haben sich Vertreter der beteiligten Parteien - vom Unternehmen bis zur Landesverwaltung - vor Ort getroffen, um eine erste Zwischenbilanz zu ziehen.
Die Neupflanzung der Waldflächen wird durch das Projekt "Naturraum für Generationen" vorgenommen. Im Januar hat man die ersten 150 Hektar aufgeforstet. Im Landkreis Oder-Spree - östlich der Bundeshauptstadt Berlin - sollen es in den kommenden Jahren insgesamt 520 Hektar werden. Finanziert wird das durch den US-Automobilkonzern, der in Grünheide 173 Hektar Kiefernforst gerodet hatte.
Schwierigkeiten haben die Forstleute allerdings auch aufgrund der gesetzlichen Vorgaben. Denn der Mischwald darf nur mit Jungbäumen bepflanzt werden, deren Saatgut aus der Umgebung kommt. Und das schränkt die Geschwindigkeit der Aufforstung merklich ein. "Wir kriegen in den Baumschulen vielleicht 30.000 bis 40.000 zusammen", sagte Förster Hans-Jürgen Sturies der Taz, "wir könnten aber gut und gerne das Doppelte pflanzen." Tausende Erlen musste man wieder entfernen, weil sich herausstellte, dass sie nicht aus dem zugelassenen Gebiet kamen. Und wie es in den kommenden Jahren weitergeht, ist noch unklar, denn in diesem Jahr wird es beispielsweise wieder kaum Saatgut für die Traubeneiche geben, da die Bäume in der Region ihre Eicheln aufgrund des Trockenstresses schon lange vor der Reife abgeworfen haben.
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Die Neupflanzung der Waldflächen wird durch das Projekt "Naturraum für Generationen" vorgenommen. Im Januar hat man die ersten 150 Hektar aufgeforstet. Im Landkreis Oder-Spree - östlich der Bundeshauptstadt Berlin - sollen es in den kommenden Jahren insgesamt 520 Hektar werden. Finanziert wird das durch den US-Automobilkonzern, der in Grünheide 173 Hektar Kiefernforst gerodet hatte.
Bürokratie und Dürre
Die neuen Pflanzungen bestehen nicht mehr aus Monokulturen, sondern umfassen verschiedene Laubbaum-Arten. Einfach ist das unter den gegebenen Voraussetzungen allerdings nicht. Brandenburg ist immerhin besonders stark von der Dürre betroffen, die seit einiger Zeit weite Teile Europas in ihrem Bann hält. Insbesondere bei den jungen Buchen ist unklar, ob sie jemals zu großen Bäumen heranwachsen können. Insgesamt macht die Fläche angesichts des Wassermangels aber einen vergleichsweise guten Eindruck, vor allem Ahorn und Traubeneiche stehen recht gut da.Schwierigkeiten haben die Forstleute allerdings auch aufgrund der gesetzlichen Vorgaben. Denn der Mischwald darf nur mit Jungbäumen bepflanzt werden, deren Saatgut aus der Umgebung kommt. Und das schränkt die Geschwindigkeit der Aufforstung merklich ein. "Wir kriegen in den Baumschulen vielleicht 30.000 bis 40.000 zusammen", sagte Förster Hans-Jürgen Sturies der Taz, "wir könnten aber gut und gerne das Doppelte pflanzen." Tausende Erlen musste man wieder entfernen, weil sich herausstellte, dass sie nicht aus dem zugelassenen Gebiet kamen. Und wie es in den kommenden Jahren weitergeht, ist noch unklar, denn in diesem Jahr wird es beispielsweise wieder kaum Saatgut für die Traubeneiche geben, da die Bäume in der Region ihre Eicheln aufgrund des Trockenstresses schon lange vor der Reife abgeworfen haben.
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