Sehr nervige Werbung in Android:
Google straft allzu dreiste Apps ab
Viele Android-Apps sind kostenlos und wollen ihr Geld mit Werbung verdienen. Dabei gibt es aber auch dreiste Auswüchse, wie etwa nicht schließbare Vollbild-Videos. Jetzt hat Google die Regeln so angepasst, dass allzu nervige Werbung die App den Platz im Playstore kosten kann.
Wie der Spiegel berichtet, passt das Unternehmen deshalb seine Anzeigenrichtlinien so an, dass einige der nervigsten Werbeformen in den nächsten Monaten aus Android-Apps verschwinden sollten - viele davon sind vor allem in Gaming-Apps sehr weit verbreitet. Das Unternehmen definiert die folgenden Werbeformen als zukünftig nicht mehr erlaubt in Android-Apps:
Siehe auch:
Es könnte endlich besser werden mit Vollbildwerbung in Apps
Es ist klar: Die allermeisten Dinge, deren Nutzung nichts kostet, müssen sich anderweitig finanzieren. Werbung wird immer wieder sehr kontrovers diskutiert, ist aber für unzählige Bereiche die Grundlage, Inhalte für Nutzer kostenlos bereitstellen zu können. Geht es nach Google, haben es einige Entwickler im Playstore aber wohl eindeutig zu bunt getrieben mit dem, was ihre Apps den Nutzern in Sachen Reklame zumuten.Wie der Spiegel berichtet, passt das Unternehmen deshalb seine Anzeigenrichtlinien so an, dass einige der nervigsten Werbeformen in den nächsten Monaten aus Android-Apps verschwinden sollten - viele davon sind vor allem in Gaming-Apps sehr weit verbreitet. Das Unternehmen definiert die folgenden Werbeformen als zukünftig nicht mehr erlaubt in Android-Apps:
- Anzeigen, die zu Beginn eines Levels oder zu Beginn eines Inhaltsabschnitts erscheinen
- Vollbild-Anzeigen aller Formate (Video, GIF, statisch usw.), die unerwartet eingeblendet werden, während der Nutzer eine Aktion ausführt
- Anzeigen mit Videovollbild, die vor dem Ladebildschirm einer App (Startbildschirm) eingeblendet werden
- Vollbild-Anzeigen aller Formate, die sich nicht nach 15 Sekunden schließen lassen. Hier gilt allerdings eine klare Ausnahme: An bestimmten Stellen, bei Gamings-Apps beispielsweise nach Anzeige des Spielstands oder wenn der Nutzer ausdrücklich zustimmt, sind weiterhin längere Werbungen zulässig.
Wer nicht spurt, fliegt raus
Die Änderung der Richtlinie wurde zum 27. Juli öffentlich gemacht, Entwickler haben jetzt bis zum 30. September 2022 Zeit, ihre Apps entsprechend anzupassen. Wer dann noch auf die verbotenen Werbeformen setzt, muss mit einer Sperre der App rechnen, bei schweren Verstößen ist Googles schärfstes Schwert die Löschung des Entwicklerkontos. Man darf gespannt sein, ob sich die Lage in den Android-Apps entspannt, oder dreiste Entwickler hier einfach immer wieder neue Schlupflöcher und penetrante Werbeformen finden.Siehe auch:
- Browser-Krieg: Google warnt vor Sicherheitsproblem bei Edge
- Android 11: Das sind die wichtigsten und interessantesten Features
- Google entfernt 500 bösartige Chrome-Erweiterungen aus dem Store
- Google: Samsung & Co. pfuschen am Android-Kernel, bauen Bugs ein
- Google wirft Dashlane-Chrome-Addon Berechtigungs-Missbrauch vor
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