Voll im Trend: TikTok-Betreiber entwickelt jetzt eigene Chips
Der Trend zur Entwicklung eigener Chips erreicht jetzt zunehmend auch die Anbieter von Internet-Plattformen. So will der TikTok-Betreiber ByteDance eigene Architekturen entwickeln, da man auf dem Markt sonst keine Chips bekommt, die den eigenen Ansprüchen genügen.
Hier geht es natürlich um SoCs, die in Servern zum Einsatz kommen sollen, wie aus einem Bericht von CNBC hervorgeht. Eigenentwicklungen bieten hier die Möglichkeit, gezielt bestimmte Funktionen in Hardware abzubilden - beispielsweise Video-Encoder. Das ist wesentlich effizienter als eine Nutzung entsprechender Software-Codecs, was sich bei einer großen Video-Plattform wir TikTok deutlich in den Ressourcen bemerkbar macht.
Bei ByteDance handelt es sich um einen Konzern aus China. Dieser hat ohnehin Probleme, an bestimmte Komponenten zu gelangen, die von US-Unternehmen angeboten und in den Datenzentren benötigt werden. Das betrifft auch Prozessoren. Insofern ist die Initiative zu Eigenentwicklungen durchaus auch vom Embargo gegen China angetrieben, hat aber letztlich auch den positiven Nebeneffekt, dass die eigene Infrastruktur deutlich effizienter aufgestellt werden könnte.
Die Herstellung der Chips, die mit hoher Sicherheit auf ARM-Designs basieren, würde dann bei einem klassischen Auftragshersteller erfolgen. Hier müsste man aber wahrscheinlich auf die chinesischen Anbieter zurückgreifen. Diese können derzeit noch nicht in den gleichen Qualitäts- und Technologie-Stufen liefern wie die großen OEMs TSMC und Samsung.
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Bei ByteDance handelt es sich um einen Konzern aus China. Dieser hat ohnehin Probleme, an bestimmte Komponenten zu gelangen, die von US-Unternehmen angeboten und in den Datenzentren benötigt werden. Das betrifft auch Prozessoren. Insofern ist die Initiative zu Eigenentwicklungen durchaus auch vom Embargo gegen China angetrieben, hat aber letztlich auch den positiven Nebeneffekt, dass die eigene Infrastruktur deutlich effizienter aufgestellt werden könnte.
Keine Vermarktung
ByteDance stellt dabei klar, dass man auf keinen Fall vorhabe, die selbst entwickelten Prozessoren auch anderen Unternehmen zum Kauf anzubieten. Das wäre auch kaum sinnvoll. Denn die SoCs werden speziell auf den Anwendungszweck der Videoplattform angepasst und würden nur bei einem direkten Konkurrenten ähnlich gut funktionieren - und diesen will man natürlich nicht unbedingt mit Technologie ausstatten, die teuer im eigenen Hause entwickelt wurde.Die Herstellung der Chips, die mit hoher Sicherheit auf ARM-Designs basieren, würde dann bei einem klassischen Auftragshersteller erfolgen. Hier müsste man aber wahrscheinlich auf die chinesischen Anbieter zurückgreifen. Diese können derzeit noch nicht in den gleichen Qualitäts- und Technologie-Stufen liefern wie die großen OEMs TSMC und Samsung.
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