Amazon gibt Ring-Videos ohne Erlaubnis der Besitzer an Polizei weiter
Amazons Tochterunternehmen, der Sicherheitskamera-Anbieter Ring, hat in den USA zugegeben, erneut Aufnahmen ohne Erlaubnis der Besitzer und ohne Durchsuchungsbeschluss an die Polizei weitergegeben zu haben. Es ist nicht das erste Mal, dass Ring dabei "erwischt" wurde.
Das Datenschutzproblem bei Ring ist zurück. Wie das Online-Magazin Politico meldet, hat Amazon das auf eine Anfrage des Senators Ed Markey bezüglich der Weitergabe von Video-Material bestätigt. Amazon hat in diesem Jahr bereits elf Mal Video-Material ohne Gerichtsbeschluss oder Zustimmung der Nutzer an die Polizei weitergegeben.
Es liegt dabei im Ermessen von Amazon, ob Anfragen von Behörden auch ohne Erlaubnis weitergegeben werden. Allerdings gilt das nur in sehr begrenzten Ausnahmen, zum Beispiel, wenn es direkt um eine Gefährdung geht, die durch schnelles Handeln, ohne dabei auf einen Gerichtsbeschluss warten zu müssen, verhindert werden könnte. Amazon und Ring sind dabei aber nicht transparent, was diese "Notfall"-Freigaben betrifft.
Senator Markey ist schon seit Jahren besorgt über die Partnerschaften von Ring mit den Strafverfolgungsbehörden und über Fragen des Datenschutzes. "Wie meine laufenden Ermittlungen gegen Amazon zeigen, ist es für die Öffentlichkeit immer schwieriger geworden, sich in der Öffentlichkeit zu bewegen, zu versammeln und zu unterhalten, ohne verfolgt und aufgezeichnet zu werden", sagte er in einer Erklärung.
Auch wenn die Zahl relativ gering ist, ist dies laut Politico nicht das erste Mal, dass Ring so gehandelt hat. Probleme mit solchen Anfragen können auch an anderer Stelle lauern. So hatte Bloomberg kürzlich aufgedeckt, dass Personen, die sich als Strafverfolgungsbehörden ausgaben, Daten von Unternehmen wie Meta, Apple und Google bekommen hatten. Hierbei darf man also von einem echten Datenschutzproblem reden.
Es liegt dabei im Ermessen von Amazon, ob Anfragen von Behörden auch ohne Erlaubnis weitergegeben werden. Allerdings gilt das nur in sehr begrenzten Ausnahmen, zum Beispiel, wenn es direkt um eine Gefährdung geht, die durch schnelles Handeln, ohne dabei auf einen Gerichtsbeschluss warten zu müssen, verhindert werden könnte. Amazon und Ring sind dabei aber nicht transparent, was diese "Notfall"-Freigaben betrifft.
Senator Markey ist schon seit Jahren besorgt über die Partnerschaften von Ring mit den Strafverfolgungsbehörden und über Fragen des Datenschutzes. "Wie meine laufenden Ermittlungen gegen Amazon zeigen, ist es für die Öffentlichkeit immer schwieriger geworden, sich in der Öffentlichkeit zu bewegen, zu versammeln und zu unterhalten, ohne verfolgt und aufgezeichnet zu werden", sagte er in einer Erklärung.
Auch wenn die Zahl relativ gering ist, ist dies laut Politico nicht das erste Mal, dass Ring so gehandelt hat. Probleme mit solchen Anfragen können auch an anderer Stelle lauern. So hatte Bloomberg kürzlich aufgedeckt, dass Personen, die sich als Strafverfolgungsbehörden ausgaben, Daten von Unternehmen wie Meta, Apple und Google bekommen hatten. Hierbei darf man also von einem echten Datenschutzproblem reden.
Datenabfluss
Zudem gibt es auch erhebliche Diskrepanzen bei der Offenlegung von Daten-Weitergaben. So hatte Amazon bekannt gegeben, dass es in den USA im Jahr 2021 mehr als 3100 gerichtliche Anfragen gab, was einem Anstieg von 65 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Aus den Berichten ging nicht hervor, auf wie viele dieser Forderungen das Unternehmen reagiert hat. Betroffene Nutzer wurden laut der Statistik allerdings nur über 648 Anfragen informiert. Siehe auch:
Thema:
Amazons Aktienkurs in Euro
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