Intel erhöht Preise: Chipgigant zwischen Kosten-Plus & Nachfrage-Minus

Der Chipgigant Intel plant für den Großteil seiner Produkte eine Erhöhung der Preise. Dies betrifft sowohl die Prozessoren als auch die Peripherie-Chips, wobei sich Intel laut einem Medienbericht aus Asien auf steigende Kosten als Grund für den Preisanstieg beruft.
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Wie der japanische Wirtschaftsdienst Nikkei Asia berichtet, hat Intel seine direkten Kunden, also Gerätehersteller und Distributoren, darüber informiert, dass man im weiteren Jahresverlauf für die meisten Produkte die Preise anheben wird. Dies betrifft offenbar die gesamte Produktpalette des Konzerns, wobei sich bereits abzeichnet, dass die Preise in vielen Fällen auch für die Verbraucher steigen dürften.

Die Preiserhöhungen sind für den Herbst geplant und werden sowohl für CPUs für PCs, Laptops und Server erwartet, als auch für andere Chips wie WLAN- und Bluetooth-Module und andere Konnektivitätslösungen, die ebenfalls zu Intels Produktportfolio gehören. In seiner Kommunikation mit den PC-Herstellern begründet Intel die Preiserhöhungen damit, dass die Kosten für die Produktion und die dafür verwendeten Materialien zuletzt stark gestiegen sein sollen.


Preissteigerungen in Einzelfällen über 20 Prozent erwartet

Je nach Produkt dürften die Preise in machen Fällen um nur wenige Prozent, in anderen Fällen aber auch um mehr als 10 oder 20 Prozent steigen, wird eine der Quellen des Berichts zitiert. Hintergrund der Preiserhöhungen bei Intel sind natürlich die Corona-Krise mit zahlreichen Lockdowns und der Ukraine-Krieg, was eine starke Inflation auslöste. Intel bleiben daher nur beschränkte Möglichkeiten seine Preise zu steigern, da die Nachfrage im Markt schon jetzt massiv eingebrochen ist.

So kämpft Intel zwar mit höhen Kosten für Materialien, Arbeitskräfte, Energie und Logistik, dürfte aber in den kommenden Monaten nur eine geringe Nachfrage verzeichnen. So haben mit Acer, Asus und einigen anderen Anbietern bereits mehrere Größen der PC-Branche davor gewarnt, dass die Nachfrage massiv nachgelassen hat und man deshalb die Prognosen für die Verkäufe von Computern aller Art stark nach unten korrigieren musste.

Intel hatte die Preiserhöhungen bereits bei der Bekanntgabe seiner letzten Quartalszahlen andeutet. Der US-Konzern ist damit allerdings auch nicht allein. So hat der weltgrößte Chip-Vertragsfertiger TSMC seinerseits bereits Preiserhöhungen im einstelligen Prozentbereich für das Jahr 2023 angekündigt. Auch die kleineren Chipfertiger SMIC aus China und GlobalFoundries aus Taiwan haben ebenso Preiserhöhungen angekündigt. Das gleiche gilt auch für die Zulieferer der für die Chipfertigung benötigten Materialien, die ihre Preise in vielen Fällen um mindestens 20 Prozent anheben.

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