PC-Markt bricht ein: Intel senkt Preise für neue CPUs ungewöhnlich früh

Intel hat offenbar schon begonnen, die Preise für seine ak­tu­el­len Prozessoren der "Alder Lake"-Familie für die Abnehmer un­ter den PC-Herstellern zu senken. Der Chipgigant reagiert da­mit auf ei­ne mas­siv sinkende Nachfrage wegen der ge­stie­ge­nen Inflation.
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Laut dem taiwanesischen Branchendienst DigiTimes droht ein massiver Einbruch des PC-Marktes, weil die Hersteller auf großen Stückzahlen fertiger Systeme sitzen bleiben. Da die Nachfrage nachgelassen hat, haben die Hersteller zu viele Geräte auf Lager und ordern deshalb auch deutlich weniger Komponenten für den Bau von neuen Produkten.

Großer PC-Hersteller reduziert Ordern um bis zu 80 Prozent

In einem Fall soll einer der fünf größten PC-Hersteller der Welt sogar die Zahl der Komponentenbestellungen für den Monat Juli um 70 bis 80 Prozent gesenkt haben, weil man alles andere als sicher ist, was einen Anstieg der Nachfrage in der zweiten Jahreshälfte angeht. Intel will durch die Preissenkungen gegenüber den OEM-Kunden nun also die Nachfrage seinerseits ankurbeln.


Angeblich hat der US-Chipkonzern deshalb die Preise für viele der "Alder Lake"-Chips der 12. Generation der Intel Core-Serie, die erst Ende 2021 auf den Markt kamen, schon im zweiten Quartal um acht bis zehn Prozent gesenkt. Für das dritte Quartal wird eine weitere Preissenkung um rund fünf Prozent erwartet. Normalerweise erfolgen derartige Preissenkungen nicht so früh nach der Verfügbarkeit einer neuen Prozessorgeneration, heißt es.

Die Preissenkungen betreffen unter anderem viele Chips der Intel Core i5- und Core i7-Reihe, die besonders häufig abgesetzt werden. Marktbeobachter gehen davon aus, dass Intel nur minimal von seinen aktuellen Preissenkungen profitieren dürfte, weil viele PC-Hersteller ihre Einkäufe wohl sogar erst im dritten Quartal einleiten, da sie darauf spekulieren, dass die Preise dann noch niedriger sein werden.

Die Prognosen sind derzeit extrem düster, so dass viele Hersteller damit rechnen, dass die Verkäufe in der zweiten Jahreshälfte kaum wieder anziehen werden. Selbst der sonst übliche Schub durch die Einführung neuer Prozessoren von Intel und AMD dürfte in diesem Jahr wahrscheinlich wegen der makroökonomischen Folgen des Krieges in der Ukraine und der zahlreichen Lockdowns in chinesischen Metropolregionen ausbleiben.

Notebooksbilliger Black Week Bis zu 40% auf Geräte mit Intel-CPU sparen! Siehe auch: Asus & Gigabyte senken Prognosen: PC-Markt bricht ebenfalls ein
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