Lausitz: Ex-Rotorblatt-Werk wird nun wohl zur Batterie-Fabrik

Am Standort des geschlossenen Rotorblatt-Werkes des Windkraftkonzerns Vestas wird wohl auch zukünftig für die Energiewende produziert. Nach monatelangen Verhandlungen mit verschiedenen potenziellen Investoren ist nun ein potenter Nachfolger gefunden.
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In Lauchhammer, wo das Werk bisher die Flügel für Windkraftanlagen produzierte, wurde die Fertigung durch das dänische Unternehmen zum letzten Jahreswechsel aufgegeben. Die damaligen Beschäftigten sind in eine Transfergesellschaft überführt worden. Nun sieht es aber so aus, als könnte es vor Ort zumindest für einen Teil der bisherigen Mitarbeiter eine Perspektive geben - sie würden dann aber keine Rotorblätter mehr bauen, sondern Batterien. Infografik E-Autos und E-Mobilität: Das leisten die Batteriefabriken in EuropaE-Autos und E-Mobilität: Das leisten die Batteriefabriken in Europa Denn wie aus einem Bericht der Lokalzeitung Lausitzer Rundschau hervorgeht, gab es zuletzt Gespräche mit zwei möglichen Investoren, die auf dem Werksgelände weitermachen wollen. Der Modularhausbauer Daiwa House konnte sich dabei dem Vernehmen nach nicht durchsetzen. Stattdessen soll sich nun der chinesische Akku-Produzent SVOLT in den Verhandlungen durchgesetzt haben.

Günstige Lage

Das Unternehmen will bereits im Saarland eine große Zellfabrik aufbauen, die eine Fertigungsmenge von 24 Gigawatt Speicherkapazität pro Jahr herstellen kann. Was genau SVOLT in der Lausitz vorhat, ist noch nicht bekannt. Das Brandenburger Wirtschaftsministerium verweist darauf, dass dies der Investor schon selbst verlautbaren werde, dieser hat sich bisher aber noch nicht offiziell zu dem Thema geäußert.

Allerdings hat SVOLT vor einiger Zeit eine Partnerschafts-Vereinbarung mit dem Chemiekonzern BASF abgeschlossen. Gemeinsam will man an der Weiterentwicklung von Akku-Materialien und auch an Recycling-Technologien arbeiten. Und die BASF hat für beide Bereiche Schwerpunkte in ihrem Werk in Schwarzheide gesetzt. Da ist das ehemalige Vestas-Werk in Lauchhammer für die Chinesen natürlich interessant - denn die Entfernung zum BASF-Werk beträgt hier gerade einmal 10 Straßenkilometer.

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