Riesige Wärmepumpe soll 150 Tonnen Dampf pro Stunde erzeugen
Die Wärmepumpen-Technologie ist als Alternative zur Gasheizung aktuell in aller Munde. Doch auch abseits von Wohngebäuden kann sie einen wichtigen Beitrag zur Unabhängigkeit von Erdgas leisten - das will die BASF in einem ihrer Chemiewerke zeigen.
In Ludwigshafen will der Konzern gemeinsam mit MAN Energy Solutions eine industrielle Großwärmepumpe bauen. Diese soll ihren Beitrag leisten, um den Bedarf an fossilem Erdgas an dem Standort deutlich zu reduzieren. Bis Ende dieses Jahres soll nun eine Machbarkeitsstudie abgeschlossen sein, die der konkreten Umsetzungsplanung vorhergeht.
In der chemischen Industrie werden große Mengen an Prozesswärme in Form von Wasserdampf benötigt. In Ludwigshafen werden beispielsweise pro Jahr rund 20 Millionen Tonnen benötigt - sei es zum Aufheizen von Reaktoren, zum Destillieren verschiedener Verbindungen oder auch zum Trocknen von Produkten. Aktuell gewinnt man die Hälfte der zur Erzeugung benötigten Energie bereits aus der Wärmerückgewinnung aus den laufenden Prozessen, die übrigen 50 Prozent kommen aus gasbetriebenen Dampfkraftwerken.
3D-Modell er geplanten Hochtemperaturwärmepumpe
Durch die Umstellung rechnet man in einem ersten Konzept damit, dass die CO2-Emmissionen an dem Standort um 390.000 Tonnen pro Jahr reduziert werden können. Durch das Projekt wollen beide Partner Erfahrungen in der Integration und im Betrieb von industriell skalierten Großwärmepumpen sammeln und den Weg für eine Standardisierung und den Einsatz an weiteren Standorten ebnen, hieß es.
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In der chemischen Industrie werden große Mengen an Prozesswärme in Form von Wasserdampf benötigt. In Ludwigshafen werden beispielsweise pro Jahr rund 20 Millionen Tonnen benötigt - sei es zum Aufheizen von Reaktoren, zum Destillieren verschiedener Verbindungen oder auch zum Trocknen von Produkten. Aktuell gewinnt man die Hälfte der zur Erzeugung benötigten Energie bereits aus der Wärmerückgewinnung aus den laufenden Prozessen, die übrigen 50 Prozent kommen aus gasbetriebenen Dampfkraftwerken.
3D-Modell er geplanten Hochtemperaturwärmepumpe
150 Tonnen Dampf
Letztere sollen nun durch die große Wärmepumpe ersetzt werden. Mit ihrer Hilfe will man zukünftig 150 Tonnen Dampf pro Stunde erzeugen können, was einer thermischen Leistung von 120 Megawatt entspricht. Als thermische Energiequelle nutzt die Wärmepumpe dabei die Abwärme aus verschiedenen Prozessen, die im Kühlsystem des Werkes zusammenläuft. Strom aus erneuerbaren Quellen soll dann dafür sorgen, dass diese Energie konzentriert und zur Herstellung von Dampf genutzt werden kann.Durch die Umstellung rechnet man in einem ersten Konzept damit, dass die CO2-Emmissionen an dem Standort um 390.000 Tonnen pro Jahr reduziert werden können. Durch das Projekt wollen beide Partner Erfahrungen in der Integration und im Betrieb von industriell skalierten Großwärmepumpen sammeln und den Weg für eine Standardisierung und den Einsatz an weiteren Standorten ebnen, hieß es.
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