MacBook Pro: SSD beim M2-Modell nur halb so schnell wie beim M1

Wenn man nicht gerade zufällig auf Lieferverzögerungen nach der Produkteinführung stieß, hatte man als Apple-Kunde bisher kaum Berührungspunkte mit der Chipkrise. Das ändert sich nun aber beim neuen MacBook Pro, das hinter seinen Vorgänger zurückfällt. Das Problem ist dabei keineswegs der neue M2-Chip aus Apples eigener Entwicklerstube. Ausgebremst wird das System hingegen von der SSD - zumindest gilt dies für das Einsteigermodell des Profi-Notebooks aus Cupertino. In Tests zeigte sich, dass der Speicher nicht einfach nur im Benchmark etwas langsamer arbeitet, was in der Praxis aber niemand mitbekommt.

Stattdessen gibt es tatsächlich signifikante Performance-Einbußen zu vermelden: Die Schreibgeschwindigkeiten sind laut eines Tests durch Max Tech (via Betanews) niedriger als beim Vorgänger mit M1-Chip, wirklich dramatisch wird es aber bei der Lesegeschwindigkeit. Diese fällt um satte 50 Prozent schlechter aus - was Pro-User beispielsweise bei der Videobearbeitung oder anderen Arbeiten mit ähnlich großen Datenmengen definitiv auch ohne einen punktevergebenden Benchmarktest spüren werden.



Kein paralleles Speichern mehr

Konkret kommt der Vergleichstest zu dem Ergebnis, dass das MacBook Pro 13 Zoll mit M1-Chip und 256 Gigabyte-SSD auf eine Lesegeschwindigkeit von 2900 Megabyte pro Sekunde kommt. Bei der Schreibgeschwindigkeit wurden 2215 Megabyte pro Sekunde gemessen. Das neue MacBook Pro mit M2-SoC kommt bei der gleichen Speicherausstattung nur noch auf 1466 bzw. 1463 Megabyte pro Sekunde.

Wie es zu diesem gravierenden Unterschied kommt, zeigt Max Tech anhand aufgeschraubter Notebooks: Im M1-Modell wurden die 256 Gigabyte durch zwei NAND-Chips bereitgestellt, auf die der SSD-Controller parallel zugreifen konnte. Im M2-Rechner sind hingegen einzelne Flash-Chips verbaut, so dass der Controller nicht mehr parallel auf zwei Speichereinheiten schreiben kann. Offizielle Angaben Apples, warum dies so ist, gibt es zwar nicht. Es ist aber sehr wahrscheinlich, dass die Ursache in der Chipkrise liegt und es einfacher ist, eine bestimmte Menge 256-Gigabyte-Chips als doppelt so viele 128-Gigabyte-Komponenten zu bekommen.

Siehe auch:

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