Geheime Supercomputer: Nicht nur Geheimdienste schweigen gern
Viele Nutzer verfolgen regelmäßig die Entwicklung im Bereich der Supercomputer - allerdings ist es hier tatsächlich so, dass nicht alle Betreiber modernster Hochleistungssysteme ein Interesse daran haben, ihre Geräte stolz der Öffentlichkeit zu präsentieren.
Infografik IT-Hardware: Rechenleistung von Supercomputern wächst rasant
Die Institution im Bereich des Hochleistungs-Computings ist seit vielen Jahren die Top500-Liste, in der eigentlich die jeweils 500 leistungsfähigsten Rechner der Welt zusammengefasst sind. Allerdings räumt selbst der Informatiker Jack Dongarra, der die Liste seit längerer Zeit betreut, gegenüber dem Magazin New Scientist ein, dass in ihr längst nicht alle Supercomputer aufgeführt sind. Wenn die Betreiber die nötigen LINPACK-Benchmark-Tests nicht laufen lassen oder die Ergebnisse nicht übermitteln, gibt es auch keine Nennung.
Die Gründe für eine solche Entscheidung können vielfältig sein. Die meisten Interessierten werden direkt vermuten, dass beispielsweise Militärs und Geheimdienste nicht unbedingt öffentlich preisgeben wollen, welche Potenziale in ihren Rechenzentren wirklich schlummern. Es gibt aber auch Unternehmen, die sich nicht in die Karten schauen lassen wollen und sogar das Blue Waters-System, ein rein wissenschaftlich genutzter Supercomputer des National Center for Supercomputing Applications der USA, tauchte nie in der Top500-Liste auf.
Klar ist auch, dass beispielsweise China nur dann Ergebnisse übermittelt, wenn es sich davon irgendeinen Vorteil verspricht. So gibt es inzwischen hinreichende Belege dafür, dass in dem Land seit einiger Zeit zwei Supercomputer mit Exascale-Leistung laufen, die in der Top500-Wertung nicht zu finden sind. Es gibt auch keine offiziellen Mitteilungen über diese Maschinen. Allerdings lässt sich aus verschiedenen wissenschaftlichen Papers, in denen stets auch die Wege dargelegt werden müssen, mit denen Forscher zu ihren Ergebnissen kommen, herauslesen, dass es entsprechende Computer in China gibt. Und dies dürfte auch für einige andere Länder wie die USA gelten.
Siehe auch:
Infografik IT-Hardware: Rechenleistung von Supercomputern wächst rasant
Die Institution im Bereich des Hochleistungs-Computings ist seit vielen Jahren die Top500-Liste, in der eigentlich die jeweils 500 leistungsfähigsten Rechner der Welt zusammengefasst sind. Allerdings räumt selbst der Informatiker Jack Dongarra, der die Liste seit längerer Zeit betreut, gegenüber dem Magazin New Scientist ein, dass in ihr längst nicht alle Supercomputer aufgeführt sind. Wenn die Betreiber die nötigen LINPACK-Benchmark-Tests nicht laufen lassen oder die Ergebnisse nicht übermitteln, gibt es auch keine Nennung.
Die Gründe für eine solche Entscheidung können vielfältig sein. Die meisten Interessierten werden direkt vermuten, dass beispielsweise Militärs und Geheimdienste nicht unbedingt öffentlich preisgeben wollen, welche Potenziale in ihren Rechenzentren wirklich schlummern. Es gibt aber auch Unternehmen, die sich nicht in die Karten schauen lassen wollen und sogar das Blue Waters-System, ein rein wissenschaftlich genutzter Supercomputer des National Center for Supercomputing Applications der USA, tauchte nie in der Top500-Liste auf.
Verschiedene Gründe
Teils liegt dies auch daran, dass die FLOPS als Maßeinheit der Leistung nicht in allen Fällen wirklich relevant sind. Diese ermöglichen zwar einen groben Vergleich, es gibt allerdings Rechner, die sind so stark auf bestimmte Berechnungen spezialisiert, dass die FLOPS-Rankings der Top500-Liste im Vergleich zu den wirklich bereitgestellten Möglichkeiten eher deprimierend wirken würden - insbesondere, wenn die Geldgeber nach der Investition von hunderten von Millionen Dollar dann einen Computer sehen, der gerade mal im Mittelmaß landet.Klar ist auch, dass beispielsweise China nur dann Ergebnisse übermittelt, wenn es sich davon irgendeinen Vorteil verspricht. So gibt es inzwischen hinreichende Belege dafür, dass in dem Land seit einiger Zeit zwei Supercomputer mit Exascale-Leistung laufen, die in der Top500-Wertung nicht zu finden sind. Es gibt auch keine offiziellen Mitteilungen über diese Maschinen. Allerdings lässt sich aus verschiedenen wissenschaftlichen Papers, in denen stets auch die Wege dargelegt werden müssen, mit denen Forscher zu ihren Ergebnissen kommen, herauslesen, dass es entsprechende Computer in China gibt. Und dies dürfte auch für einige andere Länder wie die USA gelten.
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