Android bald ohne Tinder? - App wehrt sich gegen den 30%-Zwang
Die Mutter der Dating-Plattform Tinder wirft Google den Betrieb eines illegalen Monopols im Google Play Store vor. Vor Gericht will man jetzt den Zwang zur Nutzung des Plattform-eigenen Payment-Dienstes mit seiner 30-Prozent-Provision zu Fall bringen.
Die entsprechende Klage wurde von der Match Group eingereicht, berichtet CNN. Dabei handelt es sich um jenes Unternehmen, das in den frühen Jahren des Webs das Online-Dating quasi erfand und neben Tinder auch das klassische Match.com und OkCupid betreibt. Das nun kommende Verfahren ist der Höhepunkt eines seit Jahren andauernden Streits zwischen den beiden Unternehmen über die Bedingungen für den Zugang zu Android-Smartphones.
Laut den seit April gültigen Richtlinien für den Play Store, müssen App-Anbieter ihre Geschäftstätigkeit so umstellen, dass der Payment-Dienst Googles zum Einsatz kommt - und die 30-prozentige Provision an den Plattformbetreiber abgeführt wird. Wer sich dem nicht beugt, soll aus dem Play Store entfernt werden. Das führte bereits dazu, dass Amazon die Möglichkeiten zum Kauf von Hörbüchern in der Audible-App und E-Books in den anderen Apps deaktiviert hat. Statt 30 Prozent an Google abzuführen, verweist man die Nutzer lieber auf einen Kauf am Desktop und eine anschließende Synchronisation.
Warum Google diesen Schritt überhaupt geht, ist unklar. Immerhin steht der Konkurrent Apple aufgrund vergleichbarer Regelungen schon länger erheblich unter Druck. In der EU sind außerdem neue gesetzliche Regelungen auf den Weg gebracht worden, die eine Öffnung der mobilen Plattformen erzwingen sollen, womit dieses Modell ohnehin hinfällig wäre.
Siehe auch:
Laut den seit April gültigen Richtlinien für den Play Store, müssen App-Anbieter ihre Geschäftstätigkeit so umstellen, dass der Payment-Dienst Googles zum Einsatz kommt - und die 30-prozentige Provision an den Plattformbetreiber abgeführt wird. Wer sich dem nicht beugt, soll aus dem Play Store entfernt werden. Das führte bereits dazu, dass Amazon die Möglichkeiten zum Kauf von Hörbüchern in der Audible-App und E-Books in den anderen Apps deaktiviert hat. Statt 30 Prozent an Google abzuführen, verweist man die Nutzer lieber auf einen Kauf am Desktop und eine anschließende Synchronisation.
Amazon hat schon reagiert
Bei Tinder wäre dies allerdings nicht so einfach möglich oder würde wahrscheinlich dazu führen, dass zahlreiche Nutzer lieber verzichten. Und da Google mit Android eine marktbeherrschende Stellung inne hat und auch mit dem Play Store auf dieser Plattform klar dominiert, fühlt man sich bei Match von einem Monopolisten, der mit seiner Macht in den Markt eingreift, erpresst. Zumal Google ausgewählten Unternehmen auch noch erlauben will, die Regelung zu umgehen - das ist beispielsweise bei Spotify der Fall. Hier dürften Wettbewerbshüter zusätzliche Willkür annehmen.Warum Google diesen Schritt überhaupt geht, ist unklar. Immerhin steht der Konkurrent Apple aufgrund vergleichbarer Regelungen schon länger erheblich unter Druck. In der EU sind außerdem neue gesetzliche Regelungen auf den Weg gebracht worden, die eine Öffnung der mobilen Plattformen erzwingen sollen, womit dieses Modell ohnehin hinfällig wäre.
Siehe auch:
- Google greift durch: Keine alternativen Bezahlmethoden im Play Store
- Google Play Store: Veraltete Apps werden schneller "rausgeworfen"
- Rauswurf droht: Tinder umgeht den Google Play Store bei In-App-Käufen
- Tinder Lite: Neue Variante der Dating-App soll Datenvolumen schonen
- NashStore: Russland arbeitet an einem Ersatz des Google Play Store
Thema:
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