Samsung will Produktion von DDR3-Arbeitsspeicher auslaufen lassen

Samsung will offenbar schon sehr bald die Produktion von Arbeitsspeicher auf Basis des DDR3-Standards aufgeben. Der koreanische Elektronikriese und Halbleitergigant will die dadurch frei werdenden Produktionskapazitäten wohl lieber für Kamerasensoren nutzen.
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Wie der taiwanische Branchendienst DigiTimes meldet, bereitet Samsung den Ausstieg aus der Produktion von DDR3-Arbeitsspeicher vor. Dabei beruft sich die Publikation auf Angaben aus Industriekreisen, macht aber keine konkreten Angaben zur Herkunft der Informationen.

Bis Ende 2023 ist bei Samsung Schluss mit DDR3

Samsung soll seine Modulpartner und die Hersteller von Notebooks, Tablets und anderen mobilen Geräten vor kurzem darüber informiert haben, dass das Unternehmen nur noch bis Ende 2022 neue Bestellungen für DDR3-Chips annehmen will. Die neuen Aufträge sollen dann nur noch bis maximal Ende 2023 abgearbeitet und geliefert werden, heißt es.

Samsung hatte Ende 2021 die Fertigung von DDR2-RAM aufgegeben. Im Fall von DDR3 lässt Samsung zunächst die Produktion von Speicherchips mit 1, 2 und 4 Gb Kapazitäten auslaufen. Die dadurch frei werdenden Produktionsanlagen sollen künftig stattdessen für die Fertigung von CMOS-basierten Kamerasensoren für mobile Endgeräte aller Art genutzt werden.

Auch bei den anderen großen RAM-Herstellern kündigt sich der Abschied von DDR3 allmählich an. SK Hynix soll ebenfalls planen, die DDR3-Fertigung auslaufen zu lassen, wobei es in diesem Fall noch keine Angaben zum Zeitplan gibt. Der US-Hersteller Micron hat hingegen noch keine entsprechenden Pläne, auch wenn das Unternehmen wahrscheinlich keine weiteren Investitionen in das Geschäft mit DRAM-Chips mit geringer Kapazität plant.

Kleinere Hersteller von DDR3-Speicher könnten vorübergehend von Samsungs Ausstieg profitieren, da sie bald mehr Aufträge erhalten dürften. Aktuell ist die Nachfrage rund um den älteren Arbeitsspeicher noch immer hoch, wobei die durch Samsungs Ausstieg schrumpfenden Gesamtkapazitäten zusätzlich für eine Verknappung und damit für steigende Preise sorgen dürften. Gleichzeitig fallen die Preise für DDR4-Arbeitsspeicher, so dass ein Upgrade für die Gerätehersteller und die Endkunden gleichermaßen interessanter wird.
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