Erschreckende Zahlen: Trojaner Emotet nicht gestoppt, er wütet weiter
Das berüchtigte Emotet-Botnet wächst nach der wohl einmaligen Takedown-Aktion, bei der unter anderem auch das deutsche BKA die Schadsoftware von infizierten Rechnern aus der Ferne löschte, nun wieder rasant an. Experten gehen davon aus, dass rund 92.000 Systeme infiziert sind.
Das meldet das Online-Magazin Bleeping Computer. Damit zeigt sich, dass der Trojaner in den letzten Wochen seit seinem Wiederauftauchen im November richtig Fahrt aufgenommen hat. Relativ schnell tauchte dann ein gefälschter Adobe-App-Installer auf, der Systeme mit dem Trojaner infizierte und so wieder zu einer verstärkten Ausbreitung beitrug. Seit der Aktivität dieser neuen, besonders trickreichen Trojaner-Version, nehmen die Zahlen der Betroffen stark zu.
Infografik Oft gehört - nie genutzt: Schutzmaßnahmen im Internet
Laut dem neuen Bericht sind rund 92.000 Systeme in 172 Ländern infiziert. Das ist zwar weit entfernt von der einstigen globalen Dominanz mit geschätzten 1,6 Millionen Geräten unter seiner Kontrolle, aber es zeigt, dass die Malware nicht kleinzubekommen ist und die Hinterleute weiterhin vermutlich viel Geld mit dem Schadcode verdienen. Die Aktivitäten von Emotet kamen 2019 fast zum Stillstand und laufen jetzt wieder auf vollen Touren.
Besonders heikel ist die Sicherheit bei veralteten Windows-Versionen - und natürlich bei Nutzern, die ein ungepatchtes Windows einsetzen, was sie grundsätzlich anfälliger für Malware-Angriffe, wie den von Emotet macht.
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Laut dem neuen Bericht sind rund 92.000 Systeme in 172 Ländern infiziert. Das ist zwar weit entfernt von der einstigen globalen Dominanz mit geschätzten 1,6 Millionen Geräten unter seiner Kontrolle, aber es zeigt, dass die Malware nicht kleinzubekommen ist und die Hinterleute weiterhin vermutlich viel Geld mit dem Schadcode verdienen. Die Aktivitäten von Emotet kamen 2019 fast zum Stillstand und laufen jetzt wieder auf vollen Touren.
Aufspüren des Emotet-Botnets
Die Analysten von Black Lotus Labs untersuchen derzeit die "Epoche 3" von Emotet genauer. Man versucht dabei, neue Funktionen zu identifizieren und die aktuellen Verbreitungsmuster zu erfassen. Das soll bessere Abwehrmaßnahmen ermöglichen. Seit Januar 2022 verbreitet sich Emotet wesentlich stärker über Phishing-Kampagnen als je zuvor. Zudem haben die Malware-Entwickler weitere Funktionen zum Sammeln von Informationen hinzugefügt, um ein besseres Systemprofil zu erstellen, während Emotet zuvor nur eine Liste der laufenden Prozesse an sie zurücksandte.Besonders heikel ist die Sicherheit bei veralteten Windows-Versionen - und natürlich bei Nutzern, die ein ungepatchtes Windows einsetzen, was sie grundsätzlich anfälliger für Malware-Angriffe, wie den von Emotet macht.
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