Amazons Lebensmittelgeschäft ist auch nach Jahren nur "teures Hobby"
Amazon ist das mit Abstand größte Handelsunternehmen der Welt und was der von Jeff Bezos gegründete Konzern angreift, wird in der Regel auch zu Gold. So ist zumindest die Außenwahrnehmung. Doch im Fall des Lebensmittelgeschäfts ist das ein Mythos, denn das läuft nicht gut.
Vor etwa 16 Jahren begann Amazon erstmals, Lebensmittel auf seiner Seite anzubieten. In den darauffolgenden Jahren wurde dieses Geschäft Stück für Stück ausgebaut, heute gehört die u. a. als Fresh geführte Sparte zu den fixen Bestandteilen des Amazon-Angebots. Wie CNBC berichtet, hat Amazon die Art, Waren zum Kunden zu bringen, perfektioniert. Das gilt für praktisch alle Produkte - nur mit Lebensmitteln tut sich das Unternehmen aus dem Nordwesten der USA immer noch schwer.
Dennoch ist und bleibt man ein Nischenanbieter in der Branche. Denn Amazon und Whole Foods kamen in den vergangenen Monaten zusammen auf gerade einmal 2,4 Prozent Marktanteil. Im Vergleich dazu: Amazon-Konkurrent Walmart kommt auf 18 Prozent des Lebensmittel-Kuchens.
Dazu kommt, dass der Aktienkurs des Unternehmens in den vergangenen zwölf Monaten um rund 13 Prozent gefallen ist. Das bedeutet, dass Investoren vermutlich langsam nach Bereichen Ausschau halten werden, die nicht so gut laufen - und das Lebensmittelgeschäft dürfte hier ganz oben stehen.
Für Branchenkenner Jake Dollarhide, CEO von Longbow Asset Management, steht dieser Bereich im Fadenkreuz: "Es ist fast so, als ob das Lebensmittelgeschäft ein teures Hobby wäre." Es läuft nicht nur mäßig, sondern ist auch voller Konkurrenten, und das nicht nur aus der alten, sondern auch neuen "Welt", also Online-Bringdienste. Es ist also durchaus möglich, dass Amazon hier früher oder später einen Schlussstrich zieht und sich von diesem Geschäft oder Teilen davon trennt.
Investitionen zahlen sich nicht aus
Denn Amazon versucht seit langem, dieses Geschäft zu etablieren und das unter bereits einigen Namen: Prime Now, Go, Fresh und noch einigen mehr. Man hat auch ordentlich investiert und u. a. den Lebensmittelhändler Whole Foods für knapp 14 Milliarden Dollar übernommen. Infografik Preiswettbewerb: Amazons Preise sind laut Analyse konkurrenzlos
Dennoch ist und bleibt man ein Nischenanbieter in der Branche. Denn Amazon und Whole Foods kamen in den vergangenen Monaten zusammen auf gerade einmal 2,4 Prozent Marktanteil. Im Vergleich dazu: Amazon-Konkurrent Walmart kommt auf 18 Prozent des Lebensmittel-Kuchens.
Dazu kommt, dass der Aktienkurs des Unternehmens in den vergangenen zwölf Monaten um rund 13 Prozent gefallen ist. Das bedeutet, dass Investoren vermutlich langsam nach Bereichen Ausschau halten werden, die nicht so gut laufen - und das Lebensmittelgeschäft dürfte hier ganz oben stehen.
Für Branchenkenner Jake Dollarhide, CEO von Longbow Asset Management, steht dieser Bereich im Fadenkreuz: "Es ist fast so, als ob das Lebensmittelgeschäft ein teures Hobby wäre." Es läuft nicht nur mäßig, sondern ist auch voller Konkurrenten, und das nicht nur aus der alten, sondern auch neuen "Welt", also Online-Bringdienste. Es ist also durchaus möglich, dass Amazon hier früher oder später einen Schlussstrich zieht und sich von diesem Geschäft oder Teilen davon trennt.
Thema:
Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
Amazons Aktienkurs in Euro
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