Von wegen Fairness: Google gab Facebook Sonderrechte bei Werbung
Die Ignoranz gegenüber dem Wettbewerbsrecht ist bei Facebook und auch Google wohl auf höchster Ebene angesiedelt. So haben die Chefs beider Konzerne vor einiger Zeit einen Vertrag unterzeichnet, bei dem kaum Zweifel an der Rechtswidrigkeit bestehen dürften.
Das Abkommen stammt aus dem Jahr 2018 und soll Facebook als einem der größten Werbeunternehmen im Internet Sonderrechte auf der ebenfalls dominanten Werbeplattform Googles gewähren. Unter dem Dokument stehen die Unterschriften von Mark Zuckerberg und Sundar Pichai, also den obersten Chefs beider Unternehmen. Der Vertrag wurde im Zuge von Gerichtsunterlagen jetzt öffentlich bekannt und vom US-Magazin BuzzFeed ausgewertet.
In der Angelegenheit geht es um die Vergabe von Anzeigenplätzen durch Google. Im Grunde werden die Werbeschaltungen per Auktion vergeben - wer am meisten bietet, bekommt die attraktivsten Positionen und Zielgruppen zugesprochen. Mit diesem Verfahren wurde Google zum führenden Vermarkter von Online-Reklame. Allerdings ist auch Facebook ein Schwergewicht in der Branche und arbeitete an einem System namens "Header Bidding", das ähnlich funktionierte und zu einer echten Gefahr für Googles Marktdominanz hätte werden können.
Der Vertrag ist nun Beweismittel in einer Wettbewerbsklage, die mehrere US-Bundesstaaten gegen Google führen. Darin geht es um einen möglichen Missbrauch der marktbeherrschenden Stellung im Anzeigenmarkt mit einem besonderen Schwerpunkt auf dem Auktionssystem. Der Jedi Blue-Vertrag wäre hier ein ziemlich klarer Beleg, dass Google eben nicht alle Bieter gleich behandelt, wie es immer wieder behauptet wird.
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In der Angelegenheit geht es um die Vergabe von Anzeigenplätzen durch Google. Im Grunde werden die Werbeschaltungen per Auktion vergeben - wer am meisten bietet, bekommt die attraktivsten Positionen und Zielgruppen zugesprochen. Mit diesem Verfahren wurde Google zum führenden Vermarkter von Online-Reklame. Allerdings ist auch Facebook ein Schwergewicht in der Branche und arbeitete an einem System namens "Header Bidding", das ähnlich funktionierte und zu einer echten Gefahr für Googles Marktdominanz hätte werden können.
Vorteile für Facebook
Das Management des Suchmaschinenkonzerns ging daher in Verhandlungen mit dem Konkurrenten. Am Ende dessen stand das Vertragswerk, das als "Jedi Blue" bezeichnet wird. In diesem werden Facebook mehr Informationen, ein schnellerer Zugang zu den Auktionen und andere Vorteile eingeräumt. Facebook stellte sein eigenes Vorhaben daraufhin zurück und Google konnte seine Stellung behaupten.Der Vertrag ist nun Beweismittel in einer Wettbewerbsklage, die mehrere US-Bundesstaaten gegen Google führen. Darin geht es um einen möglichen Missbrauch der marktbeherrschenden Stellung im Anzeigenmarkt mit einem besonderen Schwerpunkt auf dem Auktionssystem. Der Jedi Blue-Vertrag wäre hier ein ziemlich klarer Beleg, dass Google eben nicht alle Bieter gleich behandelt, wie es immer wieder behauptet wird.
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