Handelsschiffe: Mega-Segel geht jetzt endlich in die Testphase
Die Idee, große Handelsschiffe mit riesigen Drachen-Segeln auszustatten, gibt es in der Theorie schon seit einiger Zeit. Nun aber sollen tatsächlich Tests mit entsprechenden Systemen beginnen, europäische Firmen sind hier vorn dabei.
Die Ville de Bordeaux soll Anfang des kommenden Jahres als erstes Transportschiff mit einem entsprechenden Hightech-Segel ausgestattet werden. Sie ist 154 Meter lang und hauptsächlich im Auftrag des Flugzeug-Bauers Airbus auf den Meeren unterwegs, um Bauteile zwischen den verschiedenen Standorten des Konzerns zu transportieren.
Wenn das Schiff im kommenden Jahr über den Atlantik fährt, soll sich vor ihm ein 500 Quadratmeter großes Segel aufspannen, das wie ein Lenkdrachen vor ihm den Wind in einer Höhe von 300 Metern einfängt. Wenn dieser sogenannte "Seawing" sich in der Erprobungsphase bewährt, will der Hersteller Airseas noch größere Systeme mit einer Segelfläche von tausend Quadratmetern zum Einsatz bringen.
Segel im Einsatz
Die dabei zusätzlich bereitgestellte Antriebskraft würde die normalen Schiffsantriebe deutlich entlasten können. Berechnungen zufolge könnten mit dem größeren System immerhin rund 20 Prozent Treibstoff eingespart und die Emissionen der Container-Schiffe entsprechend reduziert werden.
Die Handelsschifffahrt hat mit rund 3 Prozent einen signifikanten Anteil am gesamten Aufkommen an den Emissionen von Treibhausgasen. Grundsätzlich besteht das Ziel darin, hier komplett neue Wege zu finden und die Antriebe mit fossilen Brennstoffen vollständig zu ersetzen. Bis dies der Fall ist, dürfte aber noch einige Zeit ins Land gehen.
Die Seawings könnten hier hingegen schon kurzfristig etwas Besserung bringen. Denn laut den Entwicklern werden hierfür keine speziellen Schiffskonstruktionen benötigt. Vielmehr lässt sich das System direkt auf den bereits im Einsatz befindlichen Schiffen installieren und kann auf diesen direkt Wirkung entfalten.
Siehe auch: Yara Birkeland: Erstes Container-Schiff mit batterieelektrischem Antrieb
Wenn das Schiff im kommenden Jahr über den Atlantik fährt, soll sich vor ihm ein 500 Quadratmeter großes Segel aufspannen, das wie ein Lenkdrachen vor ihm den Wind in einer Höhe von 300 Metern einfängt. Wenn dieser sogenannte "Seawing" sich in der Erprobungsphase bewährt, will der Hersteller Airseas noch größere Systeme mit einer Segelfläche von tausend Quadratmetern zum Einsatz bringen.
Segel im Einsatz
Die dabei zusätzlich bereitgestellte Antriebskraft würde die normalen Schiffsantriebe deutlich entlasten können. Berechnungen zufolge könnten mit dem größeren System immerhin rund 20 Prozent Treibstoff eingespart und die Emissionen der Container-Schiffe entsprechend reduziert werden.
Die Handelsschifffahrt hat mit rund 3 Prozent einen signifikanten Anteil am gesamten Aufkommen an den Emissionen von Treibhausgasen. Grundsätzlich besteht das Ziel darin, hier komplett neue Wege zu finden und die Antriebe mit fossilen Brennstoffen vollständig zu ersetzen. Bis dies der Fall ist, dürfte aber noch einige Zeit ins Land gehen.
Die Seawings könnten hier hingegen schon kurzfristig etwas Besserung bringen. Denn laut den Entwicklern werden hierfür keine speziellen Schiffskonstruktionen benötigt. Vielmehr lässt sich das System direkt auf den bereits im Einsatz befindlichen Schiffen installieren und kann auf diesen direkt Wirkung entfalten.
Siehe auch: Yara Birkeland: Erstes Container-Schiff mit batterieelektrischem Antrieb
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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