200 Mio. Strafe: Apple und Amazon.it haben sich abgesprochen (Update)
Zum Nachteil anderer Verkäufer sollen Apple und Amazon in Italien illegale Absprachen getroffen haben. Die Folge: Die zuständige Kartellbehörde hat die beiden Unternehmen jetzt zu empfindlichen Strafzahlungen in Millionenhöhe angewiesen.
Wie heise in seinem aktuellen Bericht schreibt, hatte die Untersuchung der Kartellwächter zunächst eigentlich nur Audio-Produkte der Apple-Marke Beats umfasst, sich dann aber schnell auf andere Geräte des Unternehmens ausgeweitet. Hier seien laut AGCM dann starke Hinweise auf "den Wettbewerb beeinträchtigende Zusammenarbeit" aufgetaucht. Eine der nicht erlaubten Absprachen, die Erwähnung findet und auch aus anderen Ländenr bekannt ist: nur Händler, die Apple als offiziellen Verkaufspartner anerkennt, wurden von Amazon überhaupt auf der Verkaufsplattform zugelassen.
Auch das Bundeskartellamt beschäftigt sich seit letztem Jahr mit exakt demselben Vorwurf, den die italienischen Kollegen erheben. Absprachen der beiden Unternehmen sollen auch hierzulande den Vertrieb von bestimmten Markenprodukten durch freie Händler unterdrückt haben. Hier dauern die Untersuchungen noch an. Apple bringt dieselbe Argumentation wie in Italien an: Man wolle Kunden "schützen".
Update vom 24.11.2021: Eine Amazon-Sprecherin hat uns mittlerweile ein Statement zukommen lassen, das wie folgt lautet:
"Wir sind mit der Entscheidung der italienischen Wettbewerbsbehörde (ICA) nicht einverstanden und werden Berufung einlegen. Die vorgeschlagene Geldbuße ist unverhältnismäßig und ungerechtfertigt. Wir weisen die Behauptung der ICA zurück, dass Amazon durch den Ausschluss von Verkäufern aus unserem Shop profitiert, da unser Geschäftsmodell von ihrem Erfolg abhängt. Als Ergebnis der Vereinbarung können italienische Kunden die neuesten Apple- und Beats-Produkte in unserem Shop finden und von einem Katalog profitieren, der sich mehr als verdoppelt hat, mit besseren Angeboten und schnellerem Versand.
"Wir sind mit der Entscheidung der italienischen Wettbewerbsbehörde (ICA) nicht einverstanden und werden Berufung einlegen. Die vorgeschlagene Geldbuße ist unverhältnismäßig und ungerechtfertigt. Wir weisen die Behauptung der ICA zurück, dass Amazon durch den Ausschluss von Verkäufern aus unserem Shop profitiert, da unser Geschäftsmodell von ihrem Erfolg abhängt. Als Ergebnis der Vereinbarung können italienische Kunden die neuesten Apple- und Beats-Produkte in unserem Shop finden und von einem Katalog profitieren, der sich mehr als verdoppelt hat, mit besseren Angeboten und schnellerem Versand.
Apple und Amazon sollen sich illegal abgesprochen haben
Im Sommer letzten Jahres hatte Italien ein Wettbewerbsverfahren gegen Amazon und Apple eingeleitet. Der Vorwurf: Die Unternehmen sollen nicht zulässige Preisabsprachen getroffen und Exklusivverträge geschlossen haben, die klar darauf abzielen sollten, andere Marktteilnehmer so gut es geht zu behindern. Jetzt legt die zuständige italienische Kartellbehörde, Autorità Garante della Concorrenza e del Mercato, kurz AGCM, ihre Entscheidung vor: Apple soll 134,5 Millionen Euro Strafe zahlen, Amazon wird eine Strafzahlung von 68,7 Millionen Euro auferlegt.Wie heise in seinem aktuellen Bericht schreibt, hatte die Untersuchung der Kartellwächter zunächst eigentlich nur Audio-Produkte der Apple-Marke Beats umfasst, sich dann aber schnell auf andere Geräte des Unternehmens ausgeweitet. Hier seien laut AGCM dann starke Hinweise auf "den Wettbewerb beeinträchtigende Zusammenarbeit" aufgetaucht. Eine der nicht erlaubten Absprachen, die Erwähnung findet und auch aus anderen Ländenr bekannt ist: nur Händler, die Apple als offiziellen Verkaufspartner anerkennt, wurden von Amazon überhaupt auf der Verkaufsplattform zugelassen.
Apple sieht keine Fehler
Wie Apple laut heise in einem Statement zu dem Entschluss der Kartellwächter schreibt, könne man kein "Fehlverhalten" erkennen und werde deshalb ein Berufungsverfahren gegen die Millionenstrafe anstreben. Wie das Unternehmen betont, habe man mit der Zusammenarbeit mit Amazon das Ziel verfolgt, Angebote mit Fälschungen auf dem digitalen Marktplatz einzudämmen. Amazon selbst hat sich bisher noch nicht zu dem Verfahren geäußert.Auch das Bundeskartellamt beschäftigt sich seit letztem Jahr mit exakt demselben Vorwurf, den die italienischen Kollegen erheben. Absprachen der beiden Unternehmen sollen auch hierzulande den Vertrieb von bestimmten Markenprodukten durch freie Händler unterdrückt haben. Hier dauern die Untersuchungen noch an. Apple bringt dieselbe Argumentation wie in Italien an: Man wolle Kunden "schützen".
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