Hürde für große Weltraumpläne: Das All geht ziemlich aufs Gehirn

Ohne langen Aufenthalt im All sind Reisen zum Mars undenkbar. Doch wie wirkt sich die anhaltende Schwerelosigkeit auf die Gesundheit aus? Wie deutsche Forscher jetzt zeigen, leidet neben Knochen und Muskeln vor allem ein Körperteil massiv: das Gehirn.

Wer lange Zeit im All unterwegs ist, kommt nicht ohne Hirnverletzung aus

Um es eines Tages erfolgreich zu dem roten Planeten zu schaffen, müssen viele Hürden überwunden werden. Schon heute ist bekannt, dass ohne drastische Gegenmaßnahmen Knochen und Muskeln in der Schwerelosigkeit leiden. Die Mediziner Professor Peter zu Eulenburg und Professor Alexander Choukér der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) in München haben zusammen mit Wissenschaftlern der Universität Göteborg (Schweden) und russischen Kollegen jetzt eine bisher einmalige Studie angestellt, die sich einer Frage widmet: Wie ist es um die "die strukturelle Integrität des Gehirns" nach der Rückkehr der Astronauten bestellt? Infografik: Woher kommen die Besucher der ISS?Woher kommen die Besucher der ISS? Basis für diese Untersuchung waren hochmoderne Bluttests, die eine genaue Analyse von mehrere Kennproteinen erlauben, die als Signale für Alterungsprozesse und Verletzungen des Gehirns dienen. Untersucht wurden die Blutproben von fünf Kosmonauten, die durchschnittlich 169 Tage an Bord der ISS verbracht hatten. Vor Start der Mission, ein Tag vor sowie eine und drei Wochen nach Rückkehr wurden Proben entnommen. "Damit sind wir die ersten, die engmaschig über drei Wochen unmittelbar nach einem Langzeitaufenthalt im Blut sehr detailliert den Zustand des Gehirns beurteilen können", so zu Eulenburg.

Klares Bild, klares Problem

Für die Forscher ergibt sich hier nach eigener Aussage ein sehr klares Bild: In allen Proben konnte ein erheblicher Anstieg bestimmter hirneigener Proteine registriert werden. Diese entstehen demnach unter anderem durch physische Verletzungen in langen Nervenfasern und dem Schutzgewebe des Gehirns. Eine weitere Datenanalyse zeigt, dass womöglich ein "gestörter Abfluss des venösen Bluts aus dem Kopf", verursacht durch die Schwerelosigkeit, zu einem Druckanstieg im Hirn führt.

Für die Studienmacher ergibt sich aus ihrer Untersuchung ein klarer Arbeitsauftrag, der vor großen Weltraum-Abenteuern abgearbeitet werden muss: "Um die neurologischen Risiken bei Langzeitmissionen zu minimieren und die allgemeine klinische Bedeutung der Befunde zu bestimmen sind umfassendere Studien mit vorbeugenden Maßnahmen gegen den Druckanstieg im Kopf unbedingt notwendig, bevor Raumfahrer eine Reise zum Mars antreten", so zu Eulenburg. Ki, Künstliche Intelligenz, Gehirn, Kopf, Denken Ki, Künstliche Intelligenz, Gehirn, Kopf, Denken Saad Faruque (CC BY-SA 2.0)
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