Hologramme statt Zoom-Calls:
Google verblüfft mit Project Starline

Pandemiebedingt feiern Tools wie Microsoft Teams und Zoom große Er­fol­ge. Doch die persönlichen, sozialen Kontakte können so einfach nicht er­setzt werden. In diesem Bereich will Google mit Project Starline ein­sprin­gen, um Videotelefonate wie eine echte Begegnung wirken zu lassen.
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Google
Anlässlich der Entwicklerkonferenz Google I/O 2021 stellt der US-amerikanische Konzern seine Fortschritte des Project Starline vor. Der Prototyp einer Videokonferenzlösung soll mit realistischen 3D-Aufnahmen dafür sorgen, dass Nutzer das Gefühl einer echten Begegnung in ein und demselben Raum empfinden. Google beschreibt sein System als "magisches Fens­ter", durch das Teilnehmer ihr immer noch virtuelles Gegenüber in Lebensgröße und in drei Dimensionen sehen. So sollen natürliche Gespräche geführt, Gesten wahrgenommen und ech­ter Au­gen­kon­takt hergestellt werden können.


Das "magische Fenster" als Zukunft der virtuellen Kommunikation

Die Technik dahinter erklärt Google in einfachen Worten in seinem jüngsten Blog-Beitrag: "Um dieses Erlebnis zu ermöglichen, wenden wir Forschungsergebnisse aus den Bereichen Computer Vision, maschinelles Lernen, Raumklang und Echtzeitkompression an. Wir haben zudem ein bahnbrechendes Lichtfeld-Darstellungssystem entwickelt, das ein Gefühl von Vo­lu­men und Tiefe erzeugt, das ohne zusätzliche Brillen oder Headsets erlebt werden kann." Der Kon­zern versucht die Technologie für Nutzer in den Hintergrund rücken zu lassen - kein Blick in die Webcam, kein viel zu kleiner Laptop-Monitor.

Aktuell befindet sich Project Starline lediglich in einigen US-amerikanischen Google-Nie­der­las­sun­gen in Erprobung, da das System laut Aussagen des Herstellers auf speziell angefertigter Hardware basiert. Obwohl die Marktreife und vor allem auch die finanzielle Erschwinglichkeit ei­nes solch spezialisierten Videokonferenzsystems noch weit entfernt sein dürfte, glaubt Goo­gle, dass die Kommunikation von Mensch zu Mensch in diese Richtung gehen kann und soll­te. Ers­te Demos wurden unter anderem mit Partnern aus dem Gesundheitswesen durch­ge­führt, um noch in diesem Jahr weitere Testinstallationen durchführen zu können.

Mehr von der Google I/O 2021:
Stefan Trunzik

Leitender Redakteur bei WinFuture.de

IT-Journalist seit 2003, der Hardware, Spiele und Gadgets selbst im Alltag testet. Sein Fokus liegt auf Kaufberatung und Verbraucherthemen.

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