Kaum Ablenkung: Amateur- und CB-Funker wollen am Steuer sprechen
Die Amateurfunker wollen sich nicht damit abfinden, dass ihnen die Nutzung ihrer Mikrofone am Steuer jetzt untersagt wird. Denn für die entsprechende Regelung, die eigentlich Handy-Nutzer treffen soll, gebe es keinen nachvollziehbaren Grund.
Ende 2017 trat eine neue Regelung in der Straßenverkehrsordnung in Kraft, in der das Verbot der Nutzung von Mobiltelefonen besser geregelt werden sollte. Die Formulierung im Gesetz ist allerdings so ausgestaltet, dass es quasi auch verboten ist, das Mikrofon eines CB- oder Amateurfunkgerätes in die Hand zu nehmen, obwohl deren Verwendung deutlich weniger komplex ist.
Im Auftrag des Deutschen Amateur-Radio-Club (DARC) haben Experten am Lehrstuhl für Ingenieur- und Verkehrspsychologie der Technischen Universität Braunschweig daher jetzt Daten zu dem Thema gesammelt. Denn während die Risiken der Handy-Nutzung am Steuer gut untersucht sind, ist das bei einem Nischen-Bereich wie dem klassischen Funk bisher nicht erforscht.
Allein schon die Bedienung des Autoradios führte zu wesentlich weitergehenden Auswirkungen auf den Fahrstil. Wie erwartet war die Ablenkung durch das SMS-Schreiben ein besonders starker Risikofaktor. Angesichts der Ergebnisse ist es aus Sicht der Funker nicht gerechtfertigt, ihre Kommunikation komplett zu untersagen, zumal der altbewährte CB-Funk, über den sich beispielsweise LKW-Fahrer untereinander verständigen und vor Gefahren warnen, sogar positive Effekte für die Sicherheit auf der Autobahn mit sich bringen kann.
Siehe auch: Australien: Neues KI-Kamerasystem bestraft Handy-Nutzung am Steuer
Im Auftrag des Deutschen Amateur-Radio-Club (DARC) haben Experten am Lehrstuhl für Ingenieur- und Verkehrspsychologie der Technischen Universität Braunschweig daher jetzt Daten zu dem Thema gesammelt. Denn während die Risiken der Handy-Nutzung am Steuer gut untersucht sind, ist das bei einem Nischen-Bereich wie dem klassischen Funk bisher nicht erforscht.
Ablenkung beim Funk nur gering
Die Forscher in Braunschweig setzten daher verschiedene Probanden in einen Fahrsimulator und untersuchten, welche Auswirkungen verschiedene Tätigkeiten auf das Fahrverhalten haben. Die Testfahrer mussten unter anderem funken, Radiosender einstellen und SMS auf einem Smartphone schreiben. Es zeigte sich, dass Funken zwar eine Ablenkung gegenüber der reinen Fahrt mit sich bringt. Ein wirklich erhöhtes Unfallrisiko ließ sich hier aber nicht ableiten.Allein schon die Bedienung des Autoradios führte zu wesentlich weitergehenden Auswirkungen auf den Fahrstil. Wie erwartet war die Ablenkung durch das SMS-Schreiben ein besonders starker Risikofaktor. Angesichts der Ergebnisse ist es aus Sicht der Funker nicht gerechtfertigt, ihre Kommunikation komplett zu untersagen, zumal der altbewährte CB-Funk, über den sich beispielsweise LKW-Fahrer untereinander verständigen und vor Gefahren warnen, sogar positive Effekte für die Sicherheit auf der Autobahn mit sich bringen kann.
Siehe auch: Australien: Neues KI-Kamerasystem bestraft Handy-Nutzung am Steuer
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Christian Kahle
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