Kryptowährungen: Geldwäsche in einem immer engeren Flaschenhals
Es gibt im Grunde zwei große Gruppen von Nutzern verschiedener Kryptowährungen: Spekulanten und Kriminelle. Letztere sind auf Geldwäsche angewiesen - und dies läuft über eine überraschend kleine Zahl an Wallet-Adressen in den unterschiedlichen Systemen.
Die Spezialisten der Firma Chainalysis, die die Transaktionen in den Kryptowährungs-Systemen erforscht, ist den Geldflüssen aus illegalen Quellen nachgegangen. Dabei fand man heraus, dass rund 55 Prozent der Einnahmen aus kriminellen Aktivitäten über eine sehr kleine Zahl von gerade einmal 270 Adressen laufen, was letztlich die Herkunft irgendwie verschleiern soll.
Weitet man die Sache noch etwas aus, kommt man dann auf eine Zahl von 1867 Adressen, die im Jahr 2020 mit immerhin 75 Prozent aller entsprechenden Transaktionen im Zusammenhang standen. Setzt man die dabei bewegten Werte in Beziehung zu den zum Transaktionszeitpunkt gültigen Wechselkursen, kommt man auf eine Summe von rund 1,7 Milliarden Dollar, heißt es in einem Bericht des US-Magazins ZDNet.
Bei der Analyse zeigte sich auch, dass es höchst unterschiedlich ist, wer welche Dienste zur Geldwäsche nutzt. Transaktionen aus Ransomware-Lösegeldern fließen beispielsweise nur sehr selten durch Glücksspielangebote. Hier werden eher Einnahmen aus Betrugsmaschen gewaschen. Wer hingegen Kryptowährungs-Einheiten stehlen konnte, versucht fast ausschließlich Mixer-Dienste zur Verschleierung der Herkunft zu verwenden. Im allgemeinen ist es ziemlich schwierig, den Ursprung von Werten in den Netzen komplett zu verschleiern, da in der Blockchain quasi alle Transaktionen beliebig weit zurückverfolgt werden können.
Weitet man die Sache noch etwas aus, kommt man dann auf eine Zahl von 1867 Adressen, die im Jahr 2020 mit immerhin 75 Prozent aller entsprechenden Transaktionen im Zusammenhang standen. Setzt man die dabei bewegten Werte in Beziehung zu den zum Transaktionszeitpunkt gültigen Wechselkursen, kommt man auf eine Summe von rund 1,7 Milliarden Dollar, heißt es in einem Bericht des US-Magazins ZDNet.
Hebel für Ermittler
Entsprechende Analysen führen die Chainalysis-Analysten regelmäßig durch und kommen zu dem Schluss, dass die Konzentration sich im Vergleich zum Vorjahr erhöht hat. Für die kriminellen Nutzer der Netzwerke kann dies natürlich zum Problem werden. Denn wenn immer mehr Werte über wenige Adressen fließen, kann ein Flaschenhals entstehen, der beispielsweise Ermittlern von Strafverfolgungsbehörden einen längeren Hebel in die Hand gibt. Mit gezielten Aktionen gegen wenige Anbieter könnten Ermittler die Finanzflüsse hier massiv stören.Bei der Analyse zeigte sich auch, dass es höchst unterschiedlich ist, wer welche Dienste zur Geldwäsche nutzt. Transaktionen aus Ransomware-Lösegeldern fließen beispielsweise nur sehr selten durch Glücksspielangebote. Hier werden eher Einnahmen aus Betrugsmaschen gewaschen. Wer hingegen Kryptowährungs-Einheiten stehlen konnte, versucht fast ausschließlich Mixer-Dienste zur Verschleierung der Herkunft zu verwenden. Im allgemeinen ist es ziemlich schwierig, den Ursprung von Werten in den Netzen komplett zu verschleiern, da in der Blockchain quasi alle Transaktionen beliebig weit zurückverfolgt werden können.
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