Hyperschnellläufer: Ganz neuer Blick auf Hochgeschwindigkeits-Sterne
Hyperschnellläufer sind Sterne, die mit so hohem Tempo durch die Milchstraße rasen, dass sie sich den Effekten der Anziehungskraft, denen alle anderen Sterne folgen, entziehen. Jetzt hat eine neue Untersuchung unser Wissen über das rasante Phänomen deutlich erweitert.
Zu verdanken ist dieser rasante Zugewinn an Wissen einem Team rund um den Astronomen Yinbi Li vom Nationalen Astronomischen Observatorium in Peking. Dieses hatten mit dem LAMOST-Teleskop in China und dem Gaia-Teleskop Daten zu zehn Millionen Sternen erhoben und diese ausgewertet. "Die beiden riesigen Datensätze bieten uns die beispiellose Chance, mehr solcher Hochgeschwindigkeits-Sterne zu finden - und das ist uns gelungen", so Li laut Scinexx.
Wie die Forscher erläutern, konnte das Gaia-Teleskop Bewegungs- und Geschwindigkeitsdaten liefern, mit dem LAMOST-Teleskop wurden neben einem Referenzwert für die Geschwindigkeit auch Hinweise zur Zusammensetzung der Objekte gewonnen. Das Ergebnis: Insgesamt konnten 591 neue Sterne identifiziert werden, die sich mit mehr als 445 Kilometer pro Sekunde durch unsere Galaxie bewegen. Die Gesamtzahl der bekannten Hyperschnellläufer steigt damit auf mehr als 1000, so Li.
Für 43 besonders temporeiche Sterne sagen die Wissenschaftler eine Zukunft jenseits der Milchstraße voraus. Die Modellrechnungen zeigen hier, dass ihre Geschwindigkeit ausreicht, um der Schwerkraft unserer Galaxie eines Tages vollständig zu entkommen. "Obwohl Hochgeschwindigkeits-Sterne in der Milchstraße selten sind, kann ihre einzigartige Kinematik uns tiefe Einblicke in viele Aspekte unserer Galaxie geben, vom zentralen Schwarzen Loch bis zum fernen galaktischen Halo", so Teammitglied Youjun Lu.
Die Jagd nach Rasersternen, die durch die Milchstraße schießen
Die Sternbewegung in der Milchstraße ist zum überwiegenden Teil sehr überschaubar. Die Gravitation sorgt dafür, dass fast alle Himmelskörper auf klaren Kreisbahnen um das galaktische Zentrum ziehen. Eine der faszinierenden Ausnahmen bilden hier die Hyperschnellläufer, die durch verschiedene Effekte so stark beschleunigt werden, dass diese gigantischen Schwerkraft-Effekte überwunden werden können. Wie Scinexx schreibt, hat sich die Anzahl der bekannten "Rasersterne" dank einer neuen Untersuchung fast verdoppelt.Zu verdanken ist dieser rasante Zugewinn an Wissen einem Team rund um den Astronomen Yinbi Li vom Nationalen Astronomischen Observatorium in Peking. Dieses hatten mit dem LAMOST-Teleskop in China und dem Gaia-Teleskop Daten zu zehn Millionen Sternen erhoben und diese ausgewertet. "Die beiden riesigen Datensätze bieten uns die beispiellose Chance, mehr solcher Hochgeschwindigkeits-Sterne zu finden - und das ist uns gelungen", so Li laut Scinexx.
Wie die Forscher erläutern, konnte das Gaia-Teleskop Bewegungs- und Geschwindigkeitsdaten liefern, mit dem LAMOST-Teleskop wurden neben einem Referenzwert für die Geschwindigkeit auch Hinweise zur Zusammensetzung der Objekte gewonnen. Das Ergebnis: Insgesamt konnten 591 neue Sterne identifiziert werden, die sich mit mehr als 445 Kilometer pro Sekunde durch unsere Galaxie bewegen. Die Gesamtzahl der bekannten Hyperschnellläufer steigt damit auf mehr als 1000, so Li.
Echte Kuriositäten
Dank der Daten können die Forscher auch Aussagen darüber treffen, wo die flotten Sprinter ihre Reise ursprünglich einmal angetreten haben. Demnach stammen rund 15 Prozent der Objekte aus dem galaktischen Zentrum, 55 Prozent sind in der Sternscheibe der Galaxie entstanden. Den Rest der Hyperschnellläufer hat sich die Milchstraße bei ihrer Reise durch das Universum nach dieser Analyse von anderen Galaxien eingefangen.Für 43 besonders temporeiche Sterne sagen die Wissenschaftler eine Zukunft jenseits der Milchstraße voraus. Die Modellrechnungen zeigen hier, dass ihre Geschwindigkeit ausreicht, um der Schwerkraft unserer Galaxie eines Tages vollständig zu entkommen. "Obwohl Hochgeschwindigkeits-Sterne in der Milchstraße selten sind, kann ihre einzigartige Kinematik uns tiefe Einblicke in viele Aspekte unserer Galaxie geben, vom zentralen Schwarzen Loch bis zum fernen galaktischen Halo", so Teammitglied Youjun Lu.
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