Trojaner Emotet: Schädling meldet sich zu Weihnachten zurück
In der letzten Zeit war es ruhig geworden um den bedrohlichen Trojaner Emotet, doch jetzt meldet er sich ausgerechnet zu Weihnachten zurück. Das geht aus Berichten hervor, die den Trojaner als Hauptakteur von aktuellen Spam-Kampagnen entdeckt haben.
"Emotet kehrt nach einer kurzen Pause pünktlich zu Weihnachten zurück", melden die Sicherheitsforscher von Threat Insight und geben ihre Erkenntnisse jetzt unter anderem bei Twitter weiter. Die Forscher warnen vor einer neuen Bedrohung durch den Trojaner, der in den letzten Monaten sehr großen Schaden vor allem bei Behörden und in Unternehmen angerichtet hat. "Wir sehen mehr als 100.000 Nachrichten in Englisch, Deutsch, Spanisch, Italienisch und mehr. Sie verwenden Köder für das Thread-Hijacking mit Word-Anhängen, pw-geschützten Zips und URLs."
Mit im Huckepack kann Emotet dazu weitere Schadsoftware haben. Unter anderem wurden auch Ransomware (Verschlüsselungs)-Angriffe beobachtet.
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Emotet gehört zu den trickreichsten Malware-Bedrohungen
Emotet war schon 2019 groß in die Schlagzeilen geraten, da er unter anderem das Berliner Kammergericht lahmgelegt hatte. Auch nach einem Austausch der Hardware war das Gericht dabei nach der Infizierung immer wieder von Problemen geplagt. Eine Schwierigkeit dabei ist, dass sich der Trojaner wurmartig über WLAN-Netzwerke verbreitet, also selbstständig die Verteilung an möglichst viele Systeme vornimmt. Emotet gehört zu den trickreichsten und damit bösartigsten Malware-Bedrohungen, die es in den letzten Jahren gegeben hat. Infografik Oft gehört - nie genutzt: Schutzmaßnahmen im Internet
Neue Falle mit Weihnachtspost
Die neu entdeckte "Weihnachts-Kampagne" versucht nun wieder neue Ahnungslose in die Falle zu locken. Emotet ist eine Malware-Infektion, die sich über Spam-E-Mails verbreitet, die manipulierte Word- oder Excel-Dokumente enthalten. Diese Dokumente verwenden Makros zum Herunterladen und Installieren des Trojaners auf dem Computer des Opfers. Einmal auf einem neuen Rechner angekommen, verbreitet sich Emotet dann selbstständig weiter.Mit im Huckepack kann Emotet dazu weitere Schadsoftware haben. Unter anderem wurden auch Ransomware (Verschlüsselungs)-Angriffe beobachtet.
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