Kunden in die Cloud holen:
IBM will in Europa 10.000 Leute entlassen
In Europa können sich zahlreiche Unternehmen darauf einstellen, zumindest in einigen Bereichen bald freie Posten besetzen zu können. Denn bei IBM stehen in den kommenden Monaten umfassende Massenentlassungen an.
Hintergrund ist eine tiefgreifende Umstellung im Unternehmen und bei den Dienstleistungen gegenüber den Kunden. Hier wird gerade das so genannte Hybrid-Cloud-Modell massiv vorangetrieben. Das bedeutet in erster Linie, dass ein möglichst großer Teil der IT-Anwendungen von Business-Kunden in die IBM-Cloud verlegt werden und nur noch die Infrastruktur vor Ort verbleibt und gewartet wird, bei der es nicht anders möglich ist.
Die Zusammenfassung vieler Anwendungen in den eigenen Datenzentren macht den Wartungsaufwand extrem viel effizienter. Und zwar in einem Umfang, dass das Unternehmen allein in Europa um die 10.000 Beschäftigte entlassen will, wie aus einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg hervorgeht. Die Stellenstreichungen werden damit einhergehen, dass IBM seine Abteilung für Infrastruktur-Services wie bereits angekündigt abzustoßen gedenkt.
Dass es gleich um Stellenstreichungen in einem solchen Umfang geht, ist trotzdem ungewöhnlich. Allerdings sehen auch externe Beobachter in den angekündigten Schritten eine der größten Transformationen in der Konzerngeschichte. Insgesamt sind bei IBM derzeit über 350.000 Mitarbeiter beschäftigt, so dass die genannte Zahl trotz ihrer Höhe nur einen relativ kleinen Anteil an der Gesamtbelegschaft ausmacht.
Die Zusammenfassung vieler Anwendungen in den eigenen Datenzentren macht den Wartungsaufwand extrem viel effizienter. Und zwar in einem Umfang, dass das Unternehmen allein in Europa um die 10.000 Beschäftigte entlassen will, wie aus einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg hervorgeht. Die Stellenstreichungen werden damit einhergehen, dass IBM seine Abteilung für Infrastruktur-Services wie bereits angekündigt abzustoßen gedenkt.
Trotz Umschulungen
Offiziell bestätigen will der Konzern die Maßnahme bisher noch nicht. Stattdessen hieß es, dass man weiterhin große Ressourcen in die Qualifizierung von Mitarbeitern stecke, damit diese auch die sich verändernden Aufgaben am Markt wahrnehmen können. Allerdings dürfte dies eben nicht in einem Umfang erfolgen, um weiterhin zehntausenden Service-Mitarbeitern ein Auskommen zu geben. Dies zeigte sich auch schon bei früheren Neuausrichtungen des Geschäfts.Dass es gleich um Stellenstreichungen in einem solchen Umfang geht, ist trotzdem ungewöhnlich. Allerdings sehen auch externe Beobachter in den angekündigten Schritten eine der größten Transformationen in der Konzerngeschichte. Insgesamt sind bei IBM derzeit über 350.000 Mitarbeiter beschäftigt, so dass die genannte Zahl trotz ihrer Höhe nur einen relativ kleinen Anteil an der Gesamtbelegschaft ausmacht.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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