Xbox Series X im Test: Mit Vollgas und Game Pass in die Zukunft

Der Game Pass ist überhaupt das Totschlagargument für die neue Microsoft-Konsole, aber das ist schon unzählige Male geschrieben worden: Dennoch staunen wir jedes Mal aufs Neue, was Microsoft hier bietet. Ja, Sony hat auch etwas vergleichbares im Angebot, das hat aber nicht ansatzweise denselben Umfang. Das Paket, das Microsoft für 13 Euro im Monat geschnürt hat, ist nämlich mehr als beeindruckend. Denn man bekommt nicht nur an die 200 Konsolenspiele, sondern auch noch 100 PC-Games und Spiele-Streaming.


Vertrautes Interface

Aber zurück zur Series X: Die Konsole ist schnell eingerichtet und dank Cloud-Synchronisation mit den eigenen Kontoeinstellungen auch im Nu einsatzbereit. Wer direkt von einer Vorgängerkonsole wie der Xbox One X wechselt, der wird sogar einigermaßen "Probleme" haben, sich klarzuwerden, dass Er oder Sie sich auf dem Dashboard der neuesten Konsole von Microsoft befindet.

Denn die Oberfläche sieht genauso aus wie immer, auf "Next-Gen-Änderungen" der UI hat Microsoft verzichtet. Das ist einerseits irgendwie enttäuschend, weil sich zumindest auf der UI das "Jau, geil, ich bin in der Zukunft!"-Gefühl nicht einstellt. Andererseits findet man sich dadurch gut zurecht und weiß sofort, wo sich was befindet.


Hallo, alter Freund

Apropos vertraut: Das gilt auch für den "neuen" Xbox-Controller. Denn dieser ist mit einigen wenigen Ausnahmen praktisch unverändert. Er hat dieselbe Form und Anordnung sowie fast dieselbe Größe. Verändert wurden im Wesentlichen nur einige Kleinigkeiten: Es gibt nun einen USB-C-Anschluss, einen neuen Share-Button, das Design des digitalen Steuerkreuz wurde überarbeitet (nach Vorbild des Xbox Elite-Controllers) und die Oberfläche des Controllers ist nun griffiger.

Letzteres ist die im wahrsten Sinne des Wortes spürbarste Änderung, sie ist auch sinnvoll, vor allem dann, wenn man in einer hitzigen Spiele-Session Schweißhände bekommt. Insgesamt ist der Controller auch geringfügig geschrumpft, das ist aber in der Praxis kaum bemerkbar. Einen Kritikpunkt muss man aber anmerken: Leider hat sich Microsoft entschieden, weiterhin auf ein Batteriefach zu setzen - einen Akku muss man nachkaufen. Microsoft Xbox Series XLinks der neue, rechts der alte Xbox-Controller Ansonsten ist und bleibt der Xbox-Controller das bewährte und unspektakuläre Steuergerät der Gaming-Branche. Er bietet nicht dieselben Innovationen und Gimmicks wie der neue DualSense der PS5, hält sich aber schlichtweg optimal in der Hand und ist auch nach Stunden nicht unangenehm.

Ein Versprechen an die Zukunft

Kommen wir zum sicherlich wichtigsten Punkt einer Konsole: den Spielen. Hier haben wir bereits erwähnt, dass ein großes Problem der Xbox Series X das Fehlen eines großen Launch-Titels ist. Also haben wir uns durch eine Reihe an optimierten Xbox One-Titel durchprobiert. Wer kreuz und quer spielen wird, der kann sich übrigens auf ein besonders praktisches Feature der Konsole freuen, nämlich das erweiterte Quick Resume.

Bisher konnte man nur zwischen zwei Spielen schnell hin und her springen, mit der neuen SSD sowie Speicher-Architektur ("Xbox Velocity Architecture") kann man nun, wie Ars Technica gemessen hat, bis zu zwölf Spiele "kurzspeichern" und sie später schnell fortsetzen. Das ist sehr praktisch und funktioniert teilweise auch, wenn man die Konsole im Standby hatte (hier aber nicht immer).


Spielt man sich also kreuz und quer durch die Spiele für die neue Konsolengeneration, dann kann, muss man aber nicht beeindruckt sein. Natürlich sehen die Games und Spielewelten beeindruckender denn je aus, sie spielen sich flüssiger und bieten mehr Details.

So kann man etwa in Assassin's Creed: Valhalla fantastische Landschaften mit schier endlosem Weitblick erleben, in Forza Horizon 4 einen unglaublichen Detailgrad (diese Spiegelungen auf der Motorhaube!) sehen, in Dirt 5 flüssige und spektakuläre Rennen absolvieren und auch etwas ältere Spiele wie Gears 5 sehen in der für die Series X optimierten Version besser aus.

Doch gibt es den erhofften Wow-Effekt? Eher nein. Denn ein Quantensprung ist das eigentlich nicht. Daran ist Microsoft aber teilweise selbst schuld (ähnlich ist es aber auch bei Sony und der PS5): Denn mit der Xbox One X hat man eine Zwischengeneration geschaffen, die einen fließenden Übergang zur Xbox Series X ermöglicht hat. Denn die Xbox One X (wie eben auch die PS4 Pro) hat bereits die Tür zum 4K-Gaming weit aufgestoßen und der Unterschied fällt nun entsprechend gering aus.

Auf der nächsten Seite könnt ihr nachlesen, wem wir das Gerät empfehlen und verraten, ob sich ein Kauf bereits lohnt oder ob man ruhig noch ein wenig warten kann oder sogar soll.
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