US-Embargo: Qualcomm darf angeblich Huawei mit CPUs versorgen

Huaweis vielleicht größtes Problem im Zusammenhang mit den massiven US-Sanktionen gegen den chinesischen Smartphone-Hersteller könnte gelöst sein. Angeblich hat Qualcomm eine Erlaubnis erhalten, dank der der US-Chipkonzern Huawei mit Smartphone-CPUs versorgen könnte.
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Huawei / WinFuture
Wie das chinesische Portal 36Krypton unter Berufung auf Quellen aus dem Umfeld von Huawei meldet, soll ausgerechnet der Weltmarktführer in Sachen Smartphone-CPUs eine Erlaubnis für die Zusammenarbeit mit Huawei erhalten haben. Diese Ausnahmegenehmigung des US Commerce Department ist nötig, damit amerikanische Firmen Huawei mit ihren Produkten beliefern können.

Bisher gibt es keine offizielle Bestätigung für den Bericht, da sich weder Huawei noch Qualcomm zu dem Thema geäußert haben. Für Huawei wäre die Möglichkeit zum Zugriff auf Qualcomms Chips wohl einer der größten Fortschritte im Zusammenhang mit den Folgen des US-Embargos gegen das Unternehmen. Aktuell kann man nämlich nur auf bevorratete Chips zurückgreifen.


Huawei hat massenhaft Chips auf Lager, aber...

Wegen des US-Embargos hat Huawei zwar massenhaft Prozessoren und diverse andere Komponenten bevorratet, kann diese jedoch kaum noch neu einkaufen, weil die Sanktionen verhindern, dass der Konzern jedwede Produkte einkauft, die mit Hilfe von US-Technologie gefertigt oder entwickelt wurden.

Noch sind zudem die Details unklar, sollte Qualcomm tatsächlich eine Aus­nah­me­ge­neh­mi­gung der US-Behörden erhalten haben. So ist zum Beispiel offen, ob Huawei tatsächlich auch die High-End-SoCs von Qualcomm erhalten kann, die in Flaggschiff-Smartphones zum Einsatz kommen können. Nur dann könnten Huaweis Geräte auch in Zukunft weiterhin mit 5G-fähigen Chips daherkommen.

Gerade 5G-Technologien waren zuletzt jedoch das Hauptziel der US-Sanktionen, will die Regierung doch eigentlich unter allen Umständen dafür sorgen, dass Huawei Hardware für 5G-Netze in westlichen Ländern anbietet. Ob die Regelungen auch für Endgeräte mit Qualcomms Chips gelten würden, ist noch nicht im Detail geklärt. Theoretisch könnte die Ausnahmegenehmigung nämlich auch nur Qualcomm-Chips zulassen, die nicht über ein integriertes 5G-Modem verfügen.
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