Gegen Raser, Rowdies, Unfälle:
Niederlande testet E-Bike-Drosselung
Die Niederlande sind für ihre fahrradfreundliche Infrastruktur bekannt - doch auch in dem kleinen Land gibt es Probleme mit "Rad-Rowdies". Vor allem die Zunahme an E-Bikes, die mit hohem Tempo gefahren werden können, sind eine Gefahr.
Daher gibt es Überlegungen, wie man anhand eines Leitsystems die Zahl der Verkehrstoten durch Unfälle mit E-Bikes senken könne. Dabei wird nun eine Drosselung mit einem digitalen System diskutiert, welches automatisch die Leistung von Elektrofahrrädern in bebauten Gebieten drosseln soll. Die Regierung hat nun einen Test finanziert und will entsprechende neue Vorschriften bis zum Jahr 2022 einführen: Laut dem Online-Magazin The Guardian hat das niederländische Ministerium für Infrastruktur und Wasserwirtschaft dazu ein Projekt in Amsterdam finanziert.
Ein Problem ist, dass ein Standard-E-Bike Geschwindigkeiten von 20 km/h erreicht, aber die immer weiter verbreiteten schnelleren Modelle, wie Speed-Pedelecs, können auch locker doppelt oder dreimal so schnell fahren. Die Test-Strecke bremst nun die Geschwindigkeit aus, und nimmt dazu auch Faktoren wie die Wetterverhältnisse mit in die Berechnung, wann Motoren ausgeschaltet werden und wann nicht. Laut dem Projektverantwortlichen Indranil Bhattacharya vom Townmaking Institute, waren die ersten Gespräche mit Rad-Herstellern kaum zielführend.
Sie waren der Meinung, dass man anstatt eine Regelung durch die Infrastruktur beizufügen besser auf intelligente Systeme in den E-Bikes selbst setzen sollte, so, wie das schon einige Anbieter machen.
Bhattacharya macht aber klar: Es sei nicht Sache eines Unternehmens, zu regeln, wie schnell man fahren dürfe, sondern in einer funktionierenden Demokratie sei das die Aufgabe der Bürger und der Regierung. "In der ganzen Geschichte geht es darum, Einzelpersonen von einem egozentrischen Modus abzubringen", sagte Bhattacharya. "Sie sind mit dem Fahrrad durch eine leere Strecke gefahren und denken dabei vor allem an sich selbst und Ihre Erfahrungen, aber jetzt, da Sie in ein bebautes Gebiet kommen, geht es um das kollektive Wohl. Indem wir das Tempo reduzieren, machen wir es für alle sicherer."
Siehe auch:
Motor aus in Wohngebieten
Eine rund 4 Kilometer lange Radweg-Strecke am Flughafen Schiphol soll für den Test erfolgreich umgerüstet worden sein. Dabei werden elektrische Fahrradmotoren abgeschaltet, wenn sie in Wohngebiete oder bebaute Gebiete von Amsterdam einfahren. Dabei kommt es wohl auch sehr häufig aufgrund von Überschätzung der eigenen Reaktionsfähigkeit zu tödlichen Unfällen. Allein 65 Menschen waren das im vergangenen Jahr in den Niederlanden - die große Mehrheit davon waren Männer im Rentenalter.Ein Problem ist, dass ein Standard-E-Bike Geschwindigkeiten von 20 km/h erreicht, aber die immer weiter verbreiteten schnelleren Modelle, wie Speed-Pedelecs, können auch locker doppelt oder dreimal so schnell fahren. Die Test-Strecke bremst nun die Geschwindigkeit aus, und nimmt dazu auch Faktoren wie die Wetterverhältnisse mit in die Berechnung, wann Motoren ausgeschaltet werden und wann nicht. Laut dem Projektverantwortlichen Indranil Bhattacharya vom Townmaking Institute, waren die ersten Gespräche mit Rad-Herstellern kaum zielführend.
Sie waren der Meinung, dass man anstatt eine Regelung durch die Infrastruktur beizufügen besser auf intelligente Systeme in den E-Bikes selbst setzen sollte, so, wie das schon einige Anbieter machen.
Bhattacharya macht aber klar: Es sei nicht Sache eines Unternehmens, zu regeln, wie schnell man fahren dürfe, sondern in einer funktionierenden Demokratie sei das die Aufgabe der Bürger und der Regierung. "In der ganzen Geschichte geht es darum, Einzelpersonen von einem egozentrischen Modus abzubringen", sagte Bhattacharya. "Sie sind mit dem Fahrrad durch eine leere Strecke gefahren und denken dabei vor allem an sich selbst und Ihre Erfahrungen, aber jetzt, da Sie in ein bebautes Gebiet kommen, geht es um das kollektive Wohl. Indem wir das Tempo reduzieren, machen wir es für alle sicherer."
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