Oculus: Wer seinen Facebook-Account löscht verliert alles
Facebook zieht die vor einiger Zeit übernommene VR-Tochter Oculus immer weiter in seinen Bann. Nutzer werden jetzt nicht nur gezwungen, einen Account bei dem Social Network zu besitzen. Sie sind im Grunde auch verdammt, diesen auf ewig zu behalten.
Vor einigen Wochen gab der Mutterkonzern bekannt, dass alle Neu-Käufer ihre VR-Systeme von Oculus nur noch in Betrieb nehmen können, wenn sie sich mit ihrem Facebook-Account anmelden. Darüber hinaus sollen auch die Bestandskunden zukünftig zu einer Verbindung zu Facebook genötigt werden. Spätestens 2023 sollen diese ebenfalls verpflichtet sein, ihre Systeme mit dem Social Network zu verbinden.
In den weiteren Diskussionen zwischen Oculus-Nutzern und Facebook wurde nun auch klar, dass man gezwungen sein wird, dem Social Network auf ewig die Treue zu halten. Oder zumindest doch so lange, wie man die VR-Systeme und die zugehörigen Anwendungen benutzen möchte. Denn, so stellte der Social Media-Konzern laut einem Bericht des britischen Magazins The Register nun klar, gekaufte Software kann nicht mehr verwendet werden, wenn ein Nutzer seinen Account bei Facebook löscht.
Ob eine solch enge Bindung an Facebook letztlich klug ist, wird sich zeigen müssen. Immerhin verkaufen sich die VR-Systeme so schon nicht in großen Stückzahlen und es kann durchaus sein, dass die Gängelung durch den Mutterkonzern potenzielle Kunden dann doch eher zur Konkurrenz treibt. Auf der anderen Seite ermöglicht eine enge Einbindung in das Facebook-Ökosystem aber ja vielleicht auch Wege der systemübergreifenden Nutzung, die heute noch nicht zu sehen sind.
In den weiteren Diskussionen zwischen Oculus-Nutzern und Facebook wurde nun auch klar, dass man gezwungen sein wird, dem Social Network auf ewig die Treue zu halten. Oder zumindest doch so lange, wie man die VR-Systeme und die zugehörigen Anwendungen benutzen möchte. Denn, so stellte der Social Media-Konzern laut einem Bericht des britischen Magazins The Register nun klar, gekaufte Software kann nicht mehr verwendet werden, wenn ein Nutzer seinen Account bei Facebook löscht.
Alles aus einer Cloud
Dies wird damit begründet, dass man bei dem Unternehmen keine separaten Cloud-Services für das Oculus-Ökosystem betreiben möchte. Alle Anwendungen für die VR-Systeme sind daher an die Cloud-Verbindungen Facebooks angedockt und lassen sich entsprechend nur nutzen, wenn man sich bei dem Social Network angemeldet hat.Ob eine solch enge Bindung an Facebook letztlich klug ist, wird sich zeigen müssen. Immerhin verkaufen sich die VR-Systeme so schon nicht in großen Stückzahlen und es kann durchaus sein, dass die Gängelung durch den Mutterkonzern potenzielle Kunden dann doch eher zur Konkurrenz treibt. Auf der anderen Seite ermöglicht eine enge Einbindung in das Facebook-Ökosystem aber ja vielleicht auch Wege der systemübergreifenden Nutzung, die heute noch nicht zu sehen sind.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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