Nach Corona-Rausch folgt der Kater: Netflix-Abo-Zahlen brechen ein

Der Streaming-Anbieter Netflix hat zu Beginn der Coronavirus-Pandemie stark von den Lockdown-Maßnahmen profitiert. Denn natürlich zählen Filme und Serien zu den besten Möglichkeiten, sich zu Hause die Zeit zu vertreiben. Doch der Boom ist nun zu Ende. Netflix hat im Frühjahr als direkte Folge der Coronakrise seine Erwartungen regelrecht pulverisiert und einen Ansturm an neuen Nutzern erlebt. Ende April konnte der Dienst für das erste Quartal des Jahres weltweite satte 15,8 Millionen neue Abonnenten vermelden. Das war ein Wert, der selbst für das erfolgsverwöhnte Unternehmen kaum zu glauben war. Auch im zweiten Quartal 2020 lief es bestens, im April, Mai und Juni kamen rund zehn Millionen Nutzer hinzu.

Nur 2,2 Millionen neuer Abos

Doch schon damals warnten die Experten und Branchenkenner: Das kann und wird nicht so bleiben. Und so ist es auch: Nach dem Abonnenten-"Rausch" folgt nun der Kater. Denn gestern Abend gab Netflix bekannt, dass man im dritten Quartal dieses Jahres gerade einmal 2,2 Millionen neuer Kunden gewinnen konnte. Damit unterbot man sogar die bereits niedrig gesteckten Erwartungen, denn wie CNBC berichtet, ging Netflix von 3,57 Millionen neuer Abos aus. NetflixDie letzten weltweiten Abonnenten-Zugewinne im Überblick Immerhin: Der Umsatz blieb stabil bzw. im Rahmen der Erwartungen, denn Netflix erreichte 6,44 Milliarden Dollar und damit sogar geringfügig mehr als erwartet (6,38 Milliarden Dollar). Für das auf Wachstum ausgerichtete Unternehmen sind neue Abonnenten aber die vielleicht wichtigste Zahl und so verlor die Netflix-Aktie nachbörslich um fast sechs Prozent.

Netflix bemühte sich gegenüber Anlegern um Gelassenheit und verwies darauf, dass man diese Entwicklung erwartet habe, weil das alles eben Pandemie-bedingt war. Außerdem habe man im ersten Halbjahr einen neuen Rekord verzeichnen können. Und so bleibt man auch für das vierte Quartal eher vorsichtig und sagt nur sechs Millionen neuer Bezahl-Abos voraus - im Vergleichsquartal des Vorjahres waren es 8,8 Millionen.


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