Auslieferung: John McAfee wegen Steuerhinterziehung verhaftet
Unter dem Vorwurf der Steuerhinterziehung wurde der exzentrische Antivirus-Pionier John McAfee laut aktuellen Berichten in Spanien festgenommen und soll dort auf seine Auslieferung an die USA warten. Hauptgrund seien unter anderem nicht eingereichte Steuererklärungen.
Die US-amerikanische Börsenaufsicht (SEC) und das Justizministerium erheben Anklage gegen den mittlerweile 75-jährigen Unternehmer, der in den letzten Jahren mehrfach mit dem Gesetz in Konflikt geraten war. Einst als Gründer des gleichnamigen Sicherheitsunternehmens bekannt, gilt John McAfee heute als Experte für Kryptowährungen und mutmaßlicher Steuerflüchtling. Die im Juni eingereichte und gestern Abend veröffentlichte Anklage (via The Verge) vor dem Bezirksgericht des westlichen Distrikts des US-Bundesstaates Tennessee beinhaltet insgesamt zehn Anklagepunkte.
In den letzten Jahren sorgte der einstige Software-Unternehmer für diverse Schlagzeilen. Unter anderem gab er 2015 seine Kandidatur zum US-Präsidenten bekannt, wurde in einer TV-Dokumentation der zweifachen Mordbeteiligung beschuldigt, flüchtete vor den Justizbehörden durch Mittelamerika und verklagte Intel auf die Rechte an seinem Namen. Der Chiphersteller übernahm das Unternehmen für Antivirus-Software im Jahr 2011 zu einem Preis von circa 6,7 Milliarden US-Dollar, um die Marke kurz darauf einzustellen und sie nur fünf Jahre später zu großen Teilen an den Finanzinvestor TPG zu verkaufen. John McAfee selbst hatte bereits im Jahr 1997 alle Anteile am Unternehmen abgetreten.
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McAfee drohen in den USA bis zu 30 Jahre Haft
Bei erfolgreicher Auslieferung an die Vereinigten Staaten durch die spanische Polizeibehörde, droht John McAfee nach einer möglichen Verurteilung in fünf Fällen der Steuerhinterziehung und weiteren fünf Fällen des vorsätzlichen Versäumnisses eine Steuererklärung einzureichen, laut Forbes eine Haftstrafe von bis zu 30 Jahren. Er wird beschuldigt vorrangig in den Jahren 2014 bis 2018 Einnahmen in Millionenhöhe am US-amerikanischen Fiskus vorbeigeschoben zu haben. Laut CNN sollen die möglichen Einnahmen aus der Bewerbung von Kryptowährungen, Beratungstätigkeiten, Vorträgen und dem Verkauf der Rechte an seiner Lebensgeschichte stammen.In den letzten Jahren sorgte der einstige Software-Unternehmer für diverse Schlagzeilen. Unter anderem gab er 2015 seine Kandidatur zum US-Präsidenten bekannt, wurde in einer TV-Dokumentation der zweifachen Mordbeteiligung beschuldigt, flüchtete vor den Justizbehörden durch Mittelamerika und verklagte Intel auf die Rechte an seinem Namen. Der Chiphersteller übernahm das Unternehmen für Antivirus-Software im Jahr 2011 zu einem Preis von circa 6,7 Milliarden US-Dollar, um die Marke kurz darauf einzustellen und sie nur fünf Jahre später zu großen Teilen an den Finanzinvestor TPG zu verkaufen. John McAfee selbst hatte bereits im Jahr 1997 alle Anteile am Unternehmen abgetreten.
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