Uniklinik Düsseldorf nach Ransomware-Angriff weitgehend lahmgelegt

Seit vergangener Woche gibt es an der Düsseldorfer Uniklinik einen mas­siven Ausfall der IT. Dieser hat zur Folge, dass das Krankenhaus, das rund 1200 Betten hat, seit Tagen nur in einem Minimalbetrieb läuft. Auch heute ist noch immer kein Normalbetrieb möglich, im Gegenteil.
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Wie der WDR berichtet, ist auch am heutigen Montag in der Düsseldorfer Uniklinik noch keine Notfallversorgung möglich, das bedeutet konkret, dass Krankenwagen das Kran­ken­haus immer noch nicht anfahren dürfen. Auch geplante Operationen können derzeit nicht durchgeführt und müssen verschoben werden.

Verantwortlich dafür ist ein weitreichender IT-Ausfall. Was diesen ausgelöst hat, ist aber offiziell nicht bekannt. Es verdichten sich aber die Hinweise, dass hier ein Verbrechen vor­liegt. Denn laut dem Express soll eine Ransomware zum Einsatz gekommen sein, es wird hier von einem "aggressiven Cryptovirus" gesprochen.


100 Bitcoins als Lösegeld gefordert

Überdies sollen auch massenhaft Patientendaten gestohlen worden sein, auch diese wurden für erpresserische Zwecke entwendet und sollen veröffentlicht werden, wenn die geforderte Summe nicht gezahlt wird. Laut dem Medienbericht ging auch bereits ein entsprechendes Schreiben ein, der oder die Erpresser verlangen Lösegeld in Höhe von 100 Bitcoins, das sind umgerechnet rund 870.000 Euro.

Begonnen hat der mutmaßliche Ransomware- bzw. Hacker-Angriff am vergangenen Don­ners­tag. Bisher konnte lediglich die Telefonanlage wiederherstellt werden, viele andere Be­stand­teile der IT-Infrastruktur dürften nach wie vor betroffen sein. Details liegen dazu aber nicht vor, es gibt auch keine Aussagen oder Schät­zungen, wie lange das dauern könnte.

Obwohl Krankenhäuser zur kritischen Infrastruktur gezählt werden, kommen Ransomware-Angriffe auf diese immer wieder vor. Im vergangenen Winter gab es eine solche Attacke auf die Uniklinik Gießen, die Folgen konnten erst nach vier Monaten restlos beseitigt werden.

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