Huawei ohne Android: EMUI 11 wird zum Sprungbrett auf Harmony OS
Huawei hat heute einen Ausblick auf seine neue Android-Oberfläche EMUI 11 gegeben und gleichzeitig auch angekündigt, dass man das hauseigene Alternativ-Betriebssystem Harmony OS 2.0 relativ bald auch auf Smartphones anbieten will. Mittlerweile sind einige weitere Details bekannt.
Wie Huawei-Manager Wang Chenglu, der für die Software-Entwicklung in der für Smartphones zuständigen Consumer Business Group (CBG) verantwortlich zeichnet, im Rahmen der Huawei Developer Conference 2020 (HDC2020) heute bekannt gab, soll die neue Oberfläche EMUI 11 ab sofort in Form einer Betaversion für interessierte Entwickler zur Verfügung stehen.
Dieses Logo soll von Huawei für HarmonyOS registriert worden sein (Illustration: WinFuture.de)
Anfangs werden nur die aktuellen Flaggschiff-Smartphones Huawei Mate 30 und Huawei P40 bedient, doch schon bald sollen weitere Modelle folgen. Langfristig soll die EMUI 11 Oberfläche für weit über 50 verschiedene Smartphones von Huawei Einzug halten. Wang zufolge will man so einen Großteil der derzeit genutzten Geräte aus seiner Produktion aktualisieren.
Wang erklärte aber auch, dass die Anwender künftig eine einfache Möglichkeit bekommen sollen, um von der EMUI 11 auf Harmony OS 2.0 zu wechseln. Angeblich sollen alle Nutzer, die bereits ein Smartphone mit EMUI 11 verwenden, "zu den ersten gehören, die auch Harmony OS 2.0 erhalten". In diesem Zusammenhang war sogar von einem "Ein-Klick-Upgrade" die Rede.
Inwiefern Huawei dabei den Wechsel auf sein hauseigenes Betriebssystem zunächst nur in seiner chinesischen Heimat einleiten wird oder auch auf internationaler Ebene damit beginnt, bleibt abzuwarten. Es stellen sich schließlich diverse Fragen, was die Verfügbarkeit von Apps für Harmony OS angeht, zumal man schon jetzt massive Probleme hat, weil diverse Apps durch die fehlende Unterstützung für die Google Mobile Services auf den aktuell neu eingeführten Smartphones nicht mehr laufen.
Hinzu kommt auch, dass man massive Probleme hat, überhaupt noch Komponenten für neue Smartphones und diverse andere Produkte zu beschaffen, um diese weiter zu bauen. Durch das US-Embargo müssen alle Huawei-Partner und -Zulieferer die Kooperation einstellen, bei deren Produkten in Entwicklung oder Fertigung US-Technologien verwendet werden. Dies gilt sowohl für die Software, als auch für Display, Speicher, Prozessoren und eine Vielzahl weiterer Komponenten.
Dieses Logo soll von Huawei für HarmonyOS registriert worden sein (Illustration: WinFuture.de)
Anfangs werden nur die aktuellen Flaggschiff-Smartphones Huawei Mate 30 und Huawei P40 bedient, doch schon bald sollen weitere Modelle folgen. Langfristig soll die EMUI 11 Oberfläche für weit über 50 verschiedene Smartphones von Huawei Einzug halten. Wang zufolge will man so einen Großteil der derzeit genutzten Geräte aus seiner Produktion aktualisieren.
Nutzer von EMUI 11 sollen auf Harmony OS 2.0 wechseln können
Mit Blick auf die Zukunft kündigte Huawei aber auch an, dass die EMUI 11 als eine Art Sprungbrett in Richtung der Einführung des hauseigenen Betriebssystem Harmony OS dienen soll. Dieses soll ab Dezember 2020 für Entwickler in Form einer Vorabversion für Smartphones zu haben sein, bevor dann ab 2021 auch mit der Einführung von Geräten zu rechnen ist, die dann ab Werk mit Harmony OS laufen.Wang erklärte aber auch, dass die Anwender künftig eine einfache Möglichkeit bekommen sollen, um von der EMUI 11 auf Harmony OS 2.0 zu wechseln. Angeblich sollen alle Nutzer, die bereits ein Smartphone mit EMUI 11 verwenden, "zu den ersten gehören, die auch Harmony OS 2.0 erhalten". In diesem Zusammenhang war sogar von einem "Ein-Klick-Upgrade" die Rede.
Inwiefern Huawei dabei den Wechsel auf sein hauseigenes Betriebssystem zunächst nur in seiner chinesischen Heimat einleiten wird oder auch auf internationaler Ebene damit beginnt, bleibt abzuwarten. Es stellen sich schließlich diverse Fragen, was die Verfügbarkeit von Apps für Harmony OS angeht, zumal man schon jetzt massive Probleme hat, weil diverse Apps durch die fehlende Unterstützung für die Google Mobile Services auf den aktuell neu eingeführten Smartphones nicht mehr laufen.
Hinzu kommt auch, dass man massive Probleme hat, überhaupt noch Komponenten für neue Smartphones und diverse andere Produkte zu beschaffen, um diese weiter zu bauen. Durch das US-Embargo müssen alle Huawei-Partner und -Zulieferer die Kooperation einstellen, bei deren Produkten in Entwicklung oder Fertigung US-Technologien verwendet werden. Dies gilt sowohl für die Software, als auch für Display, Speicher, Prozessoren und eine Vielzahl weiterer Komponenten.
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Roland QuandtRedakteur für Smartphones & Leaks
Seine Vorabberichte zu neuen Smartphones greifen Tech-Medien in aller Welt auf. Schwerpunkte: Samsung Galaxy, Google Pixel, Prozessoren und Windows.
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