Coronavirus-App saugte irische Smartphone-Akkus leer

Auch anderswo machen Coronavirus Tracing-Apps große oder kleine Pro­bleme. In Irland sorgte der offizielle Covid-Tracker für leere Smartphone-Akkus bei Android-Geräten, weil ein Fehler für einen massiv gesteigerten Energieverbrauch sorgte. Mittlerweile haben die Behörden reagiert. Wie AndroidPolice berichtet, tauchten im Lauf des Wochenendes vermehrt Berichte auf, laut denen einige Smartphones einen erhöhten Stromverbrauch durch die Google Play Services meldeten. Die Akkulaufzeit ließ bei einer Vielzahl von Geräten verschiedener Hersteller plötzlich beträchlich nach, so dass zunächst viele Beschwerden aufkamen.

Googles Play Services waren der eigentliche Verursacher

Inzwischen wurde die offizielle Covid-Tracking-App des Irish Health Service Executive als Versursacher ausgemacht, wobei das Problem wohl im Grunde auf eine Umstellung auf Seiten der Google Play Services zurückging. Ob dabei eine bestimmte Version der Google-Dienste die Quelle war oder eine Server-seitige Änderung, ist noch offen.

Die zuständigen Entwickler haben mittlerweile reagiert und arbeiten an entsprechenden Fixes, die "sehr bald" an die Nutzer der App verteilt werden sollen. Google hilft nach Angaben des IHSE dabei, die Probleme in den Griff zu bekommen. Auch in Irland nutzt man die von Apple und Google gemeinsam entwickelten Grundlagen für die per Bluetooth arbeitenden Covid-Tracking-Apps verschiedener Länder.

Bisher wird die dortige Tracking-App von rund 1,5 Millionen Menschen aus Irland genutzt. Seit der Einführung vor einigen Monaten wurden bereits mehr als 100 "Tracing-Connections" entdeckt, so dass die Behörden dadurch effektiver gegen die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus vorgehen konnten. Irland hat rund 4,8 Millionen Einwohner und verzeichnete bisher offiziell rund 26.800 Coronavirus-Infektionen.
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