Klage eingereicht: Google soll seine Nutzer trotz Opt-out getrackt haben
Der Suchmaschinenkonzern Google wird beschuldigt, seine Nutzer ohne ausdrückliche Zustimmung getrackt zu haben. Obwohl die Smartphone-Besitzer das "Feature" in den Google-Einstellungen deaktiviert haben, soll der Aktivitätsverlauf weiter an die Server gesendet worden sein.
Aus diesem Grund wurde in Kalifornien nun eine Klage gegen Google eingereicht. Der Antrag wurde von der US-amerikanischen Anwaltskanzlei Boies Schiller Flexner, die auch schon für einen weiteren Rechtsstreit mit dem Suchmaschinenkonzern bekanntgeworden ist, gestellt. Zu den Mandanten der Kanzlei zählen auch größere Google-Konkurrenten wie Facebook und Oracle. Wie Reuters berichtet, hat die Kanzlei den Rechtsstreit am Dienstag begonnen.
Der eingereichten Klage zufolge sorgt die Deaktivierung der Option allerdings nicht dafür, dass das Tracking vollständig unterbunden wird. Die Daten werden mit Hilfe des Analyse-Tools Firebase, das von vielen Apps implementiert wurde, gesammelt. Obwohl das Senden der Diagnose-Daten in den Einstellungen verboten wurde, soll die Software die Nutzerdaten zum Teil trotzdem noch abgreifen und weiterleiten.
Bisher hat Google noch kein offizielles Statement zu den Vorwürfen veröffentlicht. Es gilt jedoch als wahrscheinlich, dass das Unternehmen sich verteidigen und Einspruch gegen die Klage einlegen wird. Das hat Google bei der ersten Klage, welche die Privatsphäre im Chrome-Browser betrifft, bereits getan. Hier wurde Google beschuldigt, das Nutzerverhalten auch im Inkognito-Modus zu tracken. Die Kanzlei fordert eine Summe in Höhe von fünf Milliarden Dollar. Ob die Anschuldigungen berechtigt sind und der Konzern Schadensersatz zahlen muss, bleibt noch offen. Die Entscheidung dürfte in den kommenden Monaten gefällt werden.
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Aktivitätsverlauf wird an Google gesendet
Während jeder Android-Nutzer bei der Registrierung eines neuen Google-Accounts zunächst einwilligt, dass bestimmte Aktivitätsdaten auf dem Smartphone erhoben und zur Verbesserung vieler Funktionen an die Google-Server weitergesendet werden, besteht in den Google-Einstellungen jederzeit die Möglichkeit, diese Genehmigung zu widerrufen. Das ist unter dem Menüpunkt "Nutzung & Diagnose" möglich.Der eingereichten Klage zufolge sorgt die Deaktivierung der Option allerdings nicht dafür, dass das Tracking vollständig unterbunden wird. Die Daten werden mit Hilfe des Analyse-Tools Firebase, das von vielen Apps implementiert wurde, gesammelt. Obwohl das Senden der Diagnose-Daten in den Einstellungen verboten wurde, soll die Software die Nutzerdaten zum Teil trotzdem noch abgreifen und weiterleiten.
Bisher hat Google noch kein offizielles Statement zu den Vorwürfen veröffentlicht. Es gilt jedoch als wahrscheinlich, dass das Unternehmen sich verteidigen und Einspruch gegen die Klage einlegen wird. Das hat Google bei der ersten Klage, welche die Privatsphäre im Chrome-Browser betrifft, bereits getan. Hier wurde Google beschuldigt, das Nutzerverhalten auch im Inkognito-Modus zu tracken. Die Kanzlei fordert eine Summe in Höhe von fünf Milliarden Dollar. Ob die Anschuldigungen berechtigt sind und der Konzern Schadensersatz zahlen muss, bleibt noch offen. Die Entscheidung dürfte in den kommenden Monaten gefällt werden.
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