Interne Telekom-Papiere:
Huawei-Ausschluss wäre das Armageddon
Ein Ausschluss des Lieferanten Huawei aus dem 5G-Ausbau wäre für die Deutsche Telekom quasi gleichbedeutend mit einer großen Katastrophe. Laut internen Unterlagen wurde ein solches Szenario durchgespielt und mündete in dramatischen Ergebnissen.
Der schlimmste Fall würde laut den Dokumenten, die das Handelsblatt einsehen konnte, auftreten, wenn die Telekom überhaupt keine Technik von Huawei für das 5G-Netz einsetzen dürfte. Denn dann müsste man nicht nur auf den Neukauf verzichten, sondern teilweise auch vorhandenes Equipment austauschen. Denn Huawei lieferte auch schon Anlagen für das derzeitige 4G-Netz und da 5G keine komplett neue Technologie, sondern nur eine fließende Weiterentwicklung ist, können manche LTE-Systeme mit entsprechenden Software-Updates oder Neukonfigurationen weitergenutzt werden.
In den Unterlagen, mit denen Telekom-Manager unter anderem auch auf Treffen mit Huawei-Vertretern vorbereitet wurden, führt man das Worst-Case-Szenario unter dem Namen "Armageddon". Nachdem die Ingenieure und Planer die Sache durchgerechnet haben, kam man zu dem Ergebnis, dass man gute fünf Jahre mit der Sache beschäftigt wäre und mit Mehrkosten in Höhe von rund 3 Milliarden Euro rechnen müsste.
Vor allem von Seiten der USA wird seit langer Zeit der Druck hochgehalten, Huawei aus dem weiteren Netzausbau rauszuhalten. In Europa beschäftigt man sich im Zuge dessen auch mit dem Thema und beleuchtet immer wieder vor allem auch die Sicherheits-Aspekt rund um die Verwendung chinesischer Technik in kritischen Infrastrukturen. Allerdings deutet sich an, dass die hiesige Politik wohl einen Mittelweg finden wird: Huawei-Technik dürfte dann im äußeren Netz, das den überwiegenden Teil der Infrastruktur ausmacht, genutzt werden, nicht aber im Kernnetz. Oder ganz praktisch gesehen: Antennen ja, Router eher nicht.
In den Unterlagen, mit denen Telekom-Manager unter anderem auch auf Treffen mit Huawei-Vertretern vorbereitet wurden, führt man das Worst-Case-Szenario unter dem Namen "Armageddon". Nachdem die Ingenieure und Planer die Sache durchgerechnet haben, kam man zu dem Ergebnis, dass man gute fünf Jahre mit der Sache beschäftigt wäre und mit Mehrkosten in Höhe von rund 3 Milliarden Euro rechnen müsste.
Mittelweg ist wahrscheinlich
Das hätte allerdings nicht nur Auswirkungen auf das Geschäft der Telekom. Auch die anderen Netzbetreiber wären betroffen. Entsprechend müsste damit gerechnet werden, dass die Verfügbarkeit von 5G-Verbindungen in Deutschland nicht nur sehr viel langsamer ausgebaut werden könnte, sondern anfangs wohl auch nochmal zurückgehen würde.Vor allem von Seiten der USA wird seit langer Zeit der Druck hochgehalten, Huawei aus dem weiteren Netzausbau rauszuhalten. In Europa beschäftigt man sich im Zuge dessen auch mit dem Thema und beleuchtet immer wieder vor allem auch die Sicherheits-Aspekt rund um die Verwendung chinesischer Technik in kritischen Infrastrukturen. Allerdings deutet sich an, dass die hiesige Politik wohl einen Mittelweg finden wird: Huawei-Technik dürfte dann im äußeren Netz, das den überwiegenden Teil der Infrastruktur ausmacht, genutzt werden, nicht aber im Kernnetz. Oder ganz praktisch gesehen: Antennen ja, Router eher nicht.
Siehe auch:
Thema:
Kurs der T-Aktie
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