Datenleck: CMS-Anbieter Joomla speichert Backup unverschlüsselt ab
Das Entwickler-Team hinter der Open-Source-Software Joomla musste einräumen, dass ein unverschlüsseltes Backup offen zugänglich war und womöglich viele Nutzerdaten entwendet wurden. Bei dem Angriff könnten die persönlichen Daten von 2700 Nutzern gestohlen worden sein.
Wie das Team hinter dem Content Management System (CMS) auf seiner Seite (via ZDNet) berichtet, hat ein Mitglied ein komplettes Backup vom Joomla Resources Directory (JRD) auf einen Amazon S3-Server geladen. Die Datei war nicht verschlüsselt und mit etwa 2700 Datensätzen ausgestattet. Von dort aus könnte das Backup von unbefugten Nutzern abgerufen worden sein. Ob dies tatsächlich der Fall war, ist allerdings noch nicht bekannt.
Infografik: Millionenschäden durch Datenlecks
Datensätze mit Passwörtern & Adressen
Neben dem vollständigen Namen eines Nutzers enthalten die Datensätze unter anderem die geschäftliche Adresse, die E-Mail-Adresse, die Telefonnummer sowie die URL der Webseite. Zudem waren in den eventuell geleakten Daten gehashte Passwörter sowie IP-Adressen gespeichert. Da es sich beim JRD-Portal um ein öffentliches Verzeichnis für Geschäftskunden handelt, werden viele dieser Informationen ohnehin öffentlich angezeigt. Das gilt selbstverständlich nicht für die Passwörter und die IP-Adressen.Nutzer sollen ihre Passwörter ändern
Momentan arbeitet das Joomla-Team noch daran, den Vorfall zu untersuchen und weitere Details zu dem Datenleck bekanntgeben zu können. Alle Nutzer, die das JRD-Portal verwenden, werden dazu aufgefordert, ihr Passwort zu ändern. Sofern bei anderen Diensten das gleiche Kennwort genutzt wurde, sollte das Passwort natürlich auch dort geändert werden. Ansonsten besteht die Gefahr, dass die jeweiligen Accounts zukünftig übernommen werden. Die abgegriffenen Datensätze werden oftmals weiterverkauft.
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