5G-Ausbau unter Huawei-Beteiligung gestartet:
Telekom mit Hintertür
Die Mobilfunk-Betreiber wollen beim 5G-Ausbau ein möglichst gutes Bild abgeben. Das schließt auch die Tatsache ein, dass man trotz ausstehender Entscheidung auf politischer Ebene mit dem chinesischen Ausrüster Huawei zusammenarbeitet.
Konkrete Aussagen von Seiten der Bundesregierung oder der Europäischen Kommission hinsichtlich des Einsatzes von Huawei-Technik gibt es noch immer nicht abschließend - wohl auch, weil die Verantwortlichen seit Wochen eher von der Corona-Krise in Beschlag genommen werden. Die Netzbetreiber können und wollen allerdings nicht warten und setzen ihren 5G-Ausbau nun eben nach eigenen Vorstellungen fort. Und das bedeutet durchaus auch eine Zusammenarbeit mit dem chinesischen Anbieter.
Während Vodafone und Telefonica allerdings bereits angekündigt haben, auch zukünftig mit Huawei zusammenarbeiten zu wollen, heißt es bei der Telekom weiterhin, dass man keine neuen Aufträge an den Konzern vergibt, solange es keine Klarheit gibt. Das hindert das Unternehmen aber nicht daran, mit Huawei-Support die 5G-Technologie auszurollen. Möglich macht dies ein kleiner Kniff in Verfahrensfragen, wie aus einem Bericht des Handelsblatts hervorgeht.
Generell geht es dabei lediglich um die Technik, die in den Funksystemen selbst eingesetzt wird. Die politischen Fragen beziehen sich ohnehin eher auf das innere Kernnetz, in dem tatsächlich die Signalverarbeitung stattfindet und wo es zumindest theoretisch möglich wäre, mit Backdoors Spionage zu betreiben. Dort wollen aber alle Anbieter eher keine Huawei-Technik mehr zum Einsatz bringen.
Während Vodafone und Telefonica allerdings bereits angekündigt haben, auch zukünftig mit Huawei zusammenarbeiten zu wollen, heißt es bei der Telekom weiterhin, dass man keine neuen Aufträge an den Konzern vergibt, solange es keine Klarheit gibt. Das hindert das Unternehmen aber nicht daran, mit Huawei-Support die 5G-Technologie auszurollen. Möglich macht dies ein kleiner Kniff in Verfahrensfragen, wie aus einem Bericht des Handelsblatts hervorgeht.
Kernnetz nicht betroffen
Seitens der Telekom wird betont, dass man keineswegs ein neues Mobilfunknetz mit Huawei-Technik aufbaue. Vielmehr gehe es lediglich um Upgrades für bereits bestehende Anlagen. Insbesondere die neueren Systeme seien von der Hardware her längst in der Lage, auch 5G-Spezifikationen abzudecken und in solchen Fällen muss nun lediglich ein Software-Update vorgenommen werden. Und da die Anlagen an den Masten bekanntlich aus Technik von Huawei und Ericsson bestehen, kommen eben auch die Aktualisierungen von diesen beiden Anbietern.Generell geht es dabei lediglich um die Technik, die in den Funksystemen selbst eingesetzt wird. Die politischen Fragen beziehen sich ohnehin eher auf das innere Kernnetz, in dem tatsächlich die Signalverarbeitung stattfindet und wo es zumindest theoretisch möglich wäre, mit Backdoors Spionage zu betreiben. Dort wollen aber alle Anbieter eher keine Huawei-Technik mehr zum Einsatz bringen.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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