Google: Arbeit in Datenzentren orientiert sich jetzt am Sonnenstand

Ein kleines Entwickler-Team bei Google hat ein Verfahren entwickelt, mit dem die Arbeit von Datenzentren an die Verfügbarkeit regenerativer Ener­gien angepasst werden kann. Das soll die Klimabilanz ohne Nachteile für den Nutzer deutlich verbessern können.
CO2-Fußabdruck bei DatenzentrenLastverteilung vs. CO2-Fußabdruck
Das System funktioniert einfach gesagt so, dass verschiedene Berechnungen, die viel Leistung be­nö­tigen, auf Zeiten verschoben werden, zu de­nen Sonne und Wind die Erzeugung von Strom aus regenerativen Energien auf Hoch­tou­ren lau­fen lassen. Im Hintergrund laufen dafür al­ler­dings komplexe Prozesse ab, bei denen Prog­no­sen zu Wetterverlauf, Stromerzeugung und Lasten in Datenzentren in Übereinstimmung ge­bracht wer­den müssen.

Google stützt sich dabei zum Teil auf Daten eines Partners namens Tomorrow, der Prognosen über die verfügbaren Energiemengen in den zahl­rei­chen regionalen Teilnetzen der gesamten Strom-Infrastruktur erstellt. Diese werden oh­ne­hin generiert, da auch die Netzbetreiber sich darauf einstellen müssen, wann sie aufgrund von Peaks in Angebot und Nachfrage welche Steuerungsmaßnahmen ergreifen müssen.

Abhängig vom Dienst

Die Daten werden bei Google nun mit Prog­no­sen darüber kombiniert, wie sich die Auslastung der Datenzentren über den Tag hinweg wahr­schein­lich gestalten wird. Daraus erzeugt man dann eine Planung, mit der die Aufgaben besser über den Tag verteilt werden können, um die Zeiten hoher Verfügbarkeit erneuerbarer Ener­gien besser auszunutzen und den Klima-Fuß­ab­druck der Anlagen zu reduzieren.

Die Verteilung ist dabei natürlich abhängig von den jeweiligen Arten der Berechnungen, die durchzuführen sind. Live-Dienste wie die Such­ma­schine, Maps oder YouTube haben natürlich hohe Priorität und werden jederzeit ver­ar­bei­tet, so dass die Nutzer hier nicht warten müssen. Die Verarbeitung von YouTube-Videos, die erst zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlicht werden sollen, das Training der Übersetzer-KI und verschiedene andere Aufgaben lassen sich hingegen problemlos auf jene Stunden verschieben, an denen die Sonne scheint und der Wind weht.

Siehe auch:




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