BMW: Erster SUV mit Wasserstoff-Brennstoffzellen bald in Kleinserie
Der Autokonzern BMW will in zwei Jahren seine ersten Wasserstoff-Autos zumindest in Kleinserie herstellen. Zielgruppe sind Fahrer, die einfach nicht von Autos lassen können, die durchaus als überdimensioniert angesehen werden können.
Als erstes Fahrzeug soll im Jahr 2022 der BMW i Hydrogen Next verfügbar sein, wie die Nachrichtenagentur DPA unter Berufung auf Projektleiter Jürgen Guldner berichtet. Dieser basiere auf dem SUV BMW X5 und soll mit 374 PS an den Start gehen. Die Brennstoffzelle, die hier aus dem Wasserstofftank befeuert wird, ist keine Eigenentwicklung der Bayern, sondern stammt vom Partner Toyota, mit dem man schon seit vielen Jahren in dem Bereich zusammenarbeitet.
BMW-Entwicklungsvorstand Klaus Fröhlich sieht in Wasserstoff-Antrieben zumindest längerfristig eine mögliche vierte Säule in dem Portfolio an Antriebstechnologien. Langfristig gebe es klar ein Potenzial - vor allem am oberen Ende der X-Familie, führte er aus. Eine richtige Serienproduktion ist aber wohl frühestens in der zweiten Hälfte des gerade begonnenen Jahrzehnts realistisch, da aktuell verschiedene Voraussetzungen fehlen. Dazu gehört ein weitgehend europaweites Tankstellen-Netz.
Generell steht daher die Frage im Raum, wo die Technologie überhaupt wirtschaftlich sinnvoll nutzbar wäre. Auch bei BMW sieht man hier in erster Linie in den Bereichen das Potenzial, in denen die Batterie-Elekrifizierung nicht funktioniert - und das wäre der Schwerlastverkehr auf der Langstrecke, so Fröhlich.
BMW-Entwicklungsvorstand Klaus Fröhlich sieht in Wasserstoff-Antrieben zumindest längerfristig eine mögliche vierte Säule in dem Portfolio an Antriebstechnologien. Langfristig gebe es klar ein Potenzial - vor allem am oberen Ende der X-Familie, führte er aus. Eine richtige Serienproduktion ist aber wohl frühestens in der zweiten Hälfte des gerade begonnenen Jahrzehnts realistisch, da aktuell verschiedene Voraussetzungen fehlen. Dazu gehört ein weitgehend europaweites Tankstellen-Netz.
Serienproduktion aktuell nicht sinnvoll
Weiterhin gibt es laut Fröhlich auch noch nicht genug Ökostrom zu niedrigen Preisen. Und das wäre die Voraussetzung, um mit Wasserstoff weiterzukommen. Denn der Antrieb von Fahrzeugen mit Wasserstoff ist äußerst ineffizient. Der geringe Wirkungsgrad über die gesamte Energiekette hinweg lässt sich im Grunde nur kompensieren, wenn sehr viel überschüssiger Strom aus regenerativen Quellen zur Verfügung steht, mit dem die Wasserstoff-Produktion dann umgesetzt werden kann.Generell steht daher die Frage im Raum, wo die Technologie überhaupt wirtschaftlich sinnvoll nutzbar wäre. Auch bei BMW sieht man hier in erster Linie in den Bereichen das Potenzial, in denen die Batterie-Elekrifizierung nicht funktioniert - und das wäre der Schwerlastverkehr auf der Langstrecke, so Fröhlich.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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