Cam4: Riesiger Erotik-Cam-Anbieter hatte 7-TB-Datenbank im Netz
Verluste von Datenbanken mit Informationen über Nutzer kommen inzwischen häufig vor. Ein aktueller Fall dürfte an Brisanz aber wohl nahezu alles übertreffen, was hier seit langer Zeit zu sehen war: Eine der größten Erotik-Cam-Plattformen hat quasi alles verfügbar gemacht.
Der Anbieter Cam4, der vielen Nutzern mindestens durch seine weit verbreitete Werbung bekannt sein dürfte, hat im Grunde mehrere Fehler begangen, die sich zur großen Katastrophe aufsummierten. So wurde eine falsche Konfiguration umgesetzt, die dafür sorgte, dass die genutzte ElasticSearch-Datenbank öffentlich einsehbar wurde. Und in dieser waren auch wirkliche alle Firmendaten zusammengeführt - angefangen von den Informationen hinter den Nutzer-Acccounts bis hin zu den Spam-Logs des Login-Systems.
In dem Paket finden sich laut einem Bericht des US-Magazins Wired wirklich umfangreiche Informationen. Das reicht von den Nutzernahmen und der sexuellen Orientierung der Zuschauer von Erotik-Webcams über Nachrichten und Chat-Verläufe bis hin zu den Zahlungsdaten, durch die User natürlich auch persönlich identifizierbar werden.
Sicherheits-Experten, die das Leck analysierten, sprechen von sehr vielen betroffenen Nutzern. Mehrere Millionen kamen dabei jeweils aus den USA, Brasilien, Italien und Frankreich. Inwieweit auch Darsteller auf der Cam-Plattform betroffen sind, ist unklar. Der gesamte Server ist inzwischen abgeschaltet worden. Von der Plattform selbst gab es allerdings noch keine eigene Stellungnahme zu dem Problem. Hier bleibt also abzuwarten, was die weitergehenden Analysen mit sich bringen.
In dem Paket finden sich laut einem Bericht des US-Magazins Wired wirklich umfangreiche Informationen. Das reicht von den Nutzernahmen und der sexuellen Orientierung der Zuschauer von Erotik-Webcams über Nachrichten und Chat-Verläufe bis hin zu den Zahlungsdaten, durch die User natürlich auch persönlich identifizierbar werden.
Umfang des Schadens noch unklar
Und da es sich nicht um einen kleinen Anbieter handelt, war der Datenbestand auch entsprechend groß. Die Rede ist hier von über 10 Milliarden Datensätzen mit einem Volumen von 7 Terabyte. Aktuell lässt sich nicht mit endgültiger Genauigkeit sagen, ob und in welchem Umfang Unbefugte Daten aus der frei zugänglichen Quelle kopiert haben.Sicherheits-Experten, die das Leck analysierten, sprechen von sehr vielen betroffenen Nutzern. Mehrere Millionen kamen dabei jeweils aus den USA, Brasilien, Italien und Frankreich. Inwieweit auch Darsteller auf der Cam-Plattform betroffen sind, ist unklar. Der gesamte Server ist inzwischen abgeschaltet worden. Von der Plattform selbst gab es allerdings noch keine eigene Stellungnahme zu dem Problem. Hier bleibt also abzuwarten, was die weitergehenden Analysen mit sich bringen.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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