Zuviel zäher Kleber beim iFixit-Teardown des Samsung Galaxy S20 Ultra

Die Reparaturprofis von iFixit haben ein Samsung Galaxy S20 Ultra aus­einandergenommen - oder besser gesagt, sie haben es versucht. Ihr größ­tes Problem dabei war, wie so häufig bei Smartphones, Unmengen an Klebstoff. Samsungs neues Flaggschiff-Modell bekommt dabei von iFixit keine guten Noten in Sachen Reparierbarkeit. Schon am Anfang machte der Klebstoff dem Team zu schaffen: Er scheint bei dem S20 Ultra zäher zu sein als bei Samsung üblich. Mit genügend Wärme und einem großen Saugnapf konnte das iFixit-Team das Gerät aber dann doch öffnen. Jede Reparatur beginnt damit aber mit dem mühsamen Lösen der sehr zerbrechlichen Glasrückwand.

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Ein Blick auf die Kamera

Viele der verbauten Komponenten sind modular aufgebaut und unabhängig voneinander austauschbar, was positiv auffällt. Besondere Überraschungen gab es beim Aus­ein­ander­bauen nicht. Dafür beeindruckt die Größe des neuen 108 Megapixel-Kamera-Moduls. Es ist fast doppelt so groß wie beim iPhone 11 Pro Max.

Der USB-C-Anschluss dient gleichzeitig als Kopfhöreranschluss, was doppelte Belastung und Abnutzung bedeutet. Hierbei sieht iFixit ein Problem.

Dann stießen sie auf etwas weiteres Er­freu­liches. Samsung verwendet immer identische Kreuz­schlitz­schrauben, was die Reparatur ver­einfacht, denn man benötigt nur ein Werk­zeug. Das Ersetzen der eingeklebten Batterie ist schwieriger denn je, ins­be­sondere, da man vor­sichtig die Kabel für die Ver­bind­ung mit der Platine umgehen muss. Solche Probleme kennen die Reparatur­profis welt­weit aber schon. All­täg­liche Display-Reparaturen er­fordern ent­weder einen voll­ständigen Abbau der Komponenten oder den Aus­tausch der Hälfte des Smartphones.

Insgesamt vergibt iFixit nur drei von zehn möglichen Punkten für die Reparierbarkeit. Damit bekommt das S20 Ultra ebenso wenige Punkte wie das Galaxy S10+ im vergangenen Jahr.


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